Ein junger Seeadler ist an einer Bleivergiftung gestorben. Es ist der dritte in den vergangenen Jahren.

Ein junger Seeadler ist an einer Bleivergiftung gestorben. Es ist der dritte in den vergangenen Jahren.

Foto: Landkreis

Bremerhaven

Cuxland: Junger Seeadler stirbt an Bleivergiftung

Von nord24
30. Januar 2019 // 16:00

Naturschützer fordern seit Jahren, dass Jäger auf bleifreie Munition umsteigen. Der Grund: Seeadler sterben an akuter Bleivergiftung durch die Munition. 

Drei Tiere tot

Drei Seeadler hat Klaus Meyer, Leiter der Wildtierauffangstation in Rastede, in den letzten Jahren an einer Bleivergiftung sterben sehen. Bei dem aktuellen, sehr jungen Seeadler hat eine Blutanalyse ergeben, dass der Grenzwert an Blei massiv überschritten wurde. 75,7 Mikrogramm Blei pro Deziliter Blut wurden gemessen, bis zu sechs Mikrogramm kann ein Adler verkraften.

Eingeweide mit Blei

Seeadler fressen nicht nur Fisch, sondern auch Aas. Dazu gehören die Eingeweide von Wild, das von Jägern erlegt wurde. Diese Eingeweide enthalten bleihaltige Munition. Die Organe bleiben oft in der Natur zurück. Und somit auch das Blei. So kommt es, dass eine Bleivergiftung zur Haupttodesursache bei Seeadler in Deutschland geworden ist.
In welchen Bundesländern die bleihaltige Munition bereits verboten ist und welche weiteren Gefahren davon ausgehen, lest ihr am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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