Zoe und Merle üben in der Krippe Ellhornstraße mit Helga Kurfeld Gebärdensprache.

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Bremerhaven

Das Geld reicht nicht: Kindergärten und Krippen vor dem Aus

Von Thorsten Brockmann
9. Juni 2016 // 15:11

Die Kindertagesstätten und Krippen der Diakonie in Bremerhaven stehen wegen finanzieller Engpässe vor dem Aus. Wenn die Einrichtungen geschlossen werden müssten, treffe das mehr als 300 Kinder und 65 Beschäftigte, sagt der Geschäftsführer der Diakonie, Wolfgang Mann.

Zu hoher Eigenanteil

Die Diakonie könne den bisher von ihr gezahlten Eigenanteil für den Betrieb der Kitas, der im Land Bremen Pflicht sei, nicht mehr zahlen. Es geht um rund 300000 Euro. Gespräche mit dem Magistrat  seien  erfolglos gewesen. Die Diakonie wünscht sich, dass die Stadt fast alle Kosten übernimmt. Im Gegenzug wären die Beschäftigten bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten.

Stadt will kein Geld geben

Der Eigenanteil ist im Ländervergleich ungewöhnlich. Er variiert  je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der Träger zwischen einem und 13 Prozent. Die Diakonie zahlt rund fünf Prozent der Kosten selbst, für den großen Rest kommt die Stadt auf. Die Diakonie versucht schon seit Jahren, weniger an die Stadt zu zahlen. Sozialdezernent Klaus Rosche (SPD) sagt, die Diakonie müsse selbst nach Einsparmöglichkeiten suchen. Die Stadt könne keine weiteren Kosten übernehmen.

Häuser in Lehe und Geestemünde betroffen

Die betroffenen Kitas und Krippen sind in Geestemünde in der Ellhornstraße und in Lehe in der Neueland- und Jacobistraße. Die Diakonie kann nicht ausschließen, dass sie nach den Sommerferien nicht wieder öffnen.

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