In der Corona-Krise suchen viele Menschen Trost und Ablenkung bei einem Haustier.

In der Corona-Krise suchen viele Menschen Trost und Ablenkung bei einem Haustier.

Foto: dpa

Bremerhaven

Das sagt ein Experte zum Haustier-Boom

15. April 2021 // 15:05

Mehr als eine Million neue Haustiere haben sich die Deutschen im vergangenen Jahr zugelegt. Aus gutem Grund, wie ein Psychologe erklärt.

Krise ist „hochgradige Stresssituation“

In der Corona-Pandemie kommen immer mehr Menschen auf den Hund, die Katze oder das Meerschweinchen. Haustiere sind gefragt wie nie. Für Diplom-Psychologe Christoph Jung ist das keine Überraschung. Die Krise bedeute für viele Menschen eine „hochgradige Stresssituation“, sagt er. „Und in solchen Situationen sucht man immer die Nähe zu Freunden oder zu Mitleidenden. Wenn das wegen der Krise kaum möglich ist, werden Tiere zum Ausgleich und zur Ergänzung herangezogen.“

Junge Hunde schon jetzt vorbereiten

Tiere würden die Auswirkungen der Pandemie durchaus spüren. „Nicht nur Hunde, auch Katzen haben eine viel engere Bindung zu ihren Besitzern, als viele glauben wollen“, sagt Jung. „Sie merken, wenn sich ihr Mensch in einer Krisensituation befindet.“ Der Psychologe rät außerdem dazu, junge Hunde schon jetzt auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, wenn sie wieder mehr Zeit allein zu Hause verbringen müssen. „Dieser Lernprozess findet derzeit in vielen Fällen nicht statt“, glaubt der Experte.

Das ganze Interview mit Experten für Mensch-Tier-Beziehungen lest ihr

auf NORD|ERLESEN.

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