Als Ferienpass-Aktion besichtigen Kinder mit Begleitpersonen die Baustelle Hafentunnel.

Als Ferienpass-Aktion besichtigen Kinder mit Begleitpersonen die Baustelle Hafentunnel.

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Der Hafentunnel: Die meist gestellten Fragen

Von nord24
4. Juli 2016 // 18:30

Der Hafentunnel interessiert Menschen aus den unterschiedlichsten Kreisen, das zeigen die Anmeldungen zu den Führungen über die Baustelle. Es melden sich Studentengruppen, die Architektur studieren, aber auch Senioren, Anwohner und Kinder. Tilman Reineke, Projektleiter der Hafenanbindung, beantwortet die drei Fragen, die ihm am häufigsten gestellt werden.

Die drei meist gestellten Fragen zum Thema Hafentunnel

Warum wird der Tunnel nicht gebohrt? Wir hatten das damals untersucht. Ein Schildvortrieb-Tunnel wäre schlichtweg nicht wirtschaftlich gewesen. Man hätte zum Beispiel lange Rampen graben müssen, weil eine Tunnelbohrmaschine eine Wand braucht, an die sie ansetzen kann. Insgesamt hätte ein gebohrter Tunnel 100 Millionen Euro mehr gekostet. Der Hauptgeldgeber, der Bund, hat ganz klar gesagt, dass er das nicht finanziert. Und für das Endergebnis ist es egal, wie der Tunnel gebaut wurde. Was tun Sie für den Verkehr an der Baustelle? Meiner Meinung nach funktioniert die Verkehrsführung sehr gut. In der Cherbourger Straße führen wir den Verkehr am Baufeld vorbei und haben die Ampelschaltung an der Kreuzung Wurster Straße angepasst. Dort kann nicht mehr abgebogen werden. In der Langener Landstraße haben wir eine Hilfsbrücke gebaut. Natürlich stellt die Baustelle in gewisser Form eine Behinderung dar, aber wir bauen schließlich auch einen Tunnel, das geht nicht anders. Warum dauert der Bau drei Jahre lang? Das Bauverfahren ist sehr aufwändig. Im ersten Teil wird eine wasserdichte Baugrube hergestellt. Dafür müssen Schlitzwände 27 Meter tief in den Boden gesetzt werden, bis sie auf undurchlässsigen Boden stoßen, also auf Ton. Und erst in der Grube wird der eigentliche Tunnel gebaut. Das ist verbunden mit vielen Unannehmlichkeiten an der Oberfläche, auf der einen Seite die Verschmutzung auf der Straße, auf der anderen Seite ist es viel Arbeit, weil viele Leitungen neu verlegt werden müssen – auch die Querung der Bahn ist sehr kompliziert.

Als Ferienpass-Aktion besichtigen Kinder mit Begleitpersonen die Baustelle Hafentunnel.

Tilman Reineke vom Amt für Straßen- und Brückenbau begleitet die Führung durch die "Baustelle Hafentunnel".

Foto: Schimanke

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