Waltraud Kosak (Mitte) ist mit ihrem Porträt und dem ihres verstorbenen Mannes Erich Teil der Fassade des neuen Traktes des Auswandererhauses. Heute freut sich die 94-Jährige, wenn Tochter Carola (rechts) und Enkelin Bettina sie im Lotte-Lemke-Haus besuchen kommen und eine kleine Runde durch den Park mit ihr drehen. Das Bild entstand vor dem Corona-Lockdown. Foto Scheschonka

Waltraud Kosak (Mitte) ist mit ihrem Porträt und dem ihres verstorbenen Mannes Erich Teil der Fassade des neuen Traktes des Auswandererhauses. Heute freut sich die 94-Jährige, wenn Tochter Carola (rechts) und Enkelin Bettina sie im Lotte-Lemke-Haus besuchen kommen und eine kleine Runde durch den Park mit ihr drehen. Das Bild entstand vor dem Corona-Lockdown. Foto Scheschonka

Foto: Lothar Scheschonka

Bremerhaven

Der freigeistige „Kumpel“, der aus dem Osten kam

21. Februar 2021 // 17:00

In unserer Auswanderer-Serie „31 Gesichter, 31 Geschichten“ erzählen wir heute die Geschichte von Waltraud und Erich Kosak.

Junger Bergmann sagt zu laut, was er denkt

Linientreuer Sozialist - das würde er niemals werden. Das war Erich Kosak klar, als er - im Krieg schwer verwundet - in seiner Heimat im Mansfelder Land im Bergbau arbeiten will. Wie schon sein Vater und Großvater. Doch zu sagen, was er vom Staatssystem hält, wird dem jungen Industriekaufmann zum Verhängnis. Er fliegt raus aus der Hütte bei Eisleben.

Von Mitstudenten angeschwärzt, plant er die Flucht

Als ihn auch die Kommilitonen an der Bergbau-Ingenieursfachschule anschwärzen, wird ihm ebenfalls klar: Er will raus, in den Westen. Mit seiner Frau Waltraud und der kleinen Tochter Carola reift 1957 der Entschluss, die Flucht zu wagen.

Abenteuerliche Fahrt der Familie droht jäh zu enden

Bremerhaven wird als Ziel angepeilt. hier lebt sein Cousin schon. Doch die als Tantenbesuch getarnte Lebensreise nach West-Berlin, in voneinander getrennten Zügen, droht plötzlich abrupt zu enden - noch im Osten. Mutter und Tochter werden in getrennten Abteilen von „Grenzern“ in die Mangel genommen...

Wie es Erich, Waltraud und Carola Kosak doch noch gelingt, sich bis Bremerhaven durchzuschlagen und hier ein neues Leben aufzubauen, lesen Sie in der NORDSEE-ZEITUNG und auf NORD|ERLESEN.

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