Sie sind die Familie des 1973 ausgewanderten Jugoslawn Franjo Spahic: Sein Sohn Marinko, sein Enkel Samuel, Ehefrau Susanne und Enkelin Olivia spazieren gern an der Kaje des Neuen Hafens entlang, an der nicht nur einst Spahics erster Arbeitsplatz war, sondern inzwischen auch das Auswandererhaus unter anderem seine Geschichte erzählt. Franjo Spahic ist 2016 verstorben. Sein Foto an der DAH-Fassade wird künftig an ihn erinnern.

Sie sind die Familie des 1973 ausgewanderten Jugoslawn Franjo Spahic: Sein Sohn Marinko, sein Enkel Samuel, Ehefrau Susanne und Enkelin Olivia spazieren gern an der Kaje des Neuen Hafens entlang, an der nicht nur einst Spahics erster Arbeitsplatz war, sondern inzwischen auch das Auswandererhaus unter anderem seine Geschichte erzählt. Franjo Spahic ist 2016 verstorben. Sein Foto an der DAH-Fassade wird künftig an ihn erinnern.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Der mutige Junge aus Jugoslawien ist jetzt Bremerhavener

17. Januar 2021 // 00:00

Sein Herz verblutete am Zusammenbruch seiner Heimat: Franjo Spahic lebte schon 20 Jahre in seiner Wahlheimat Bremerhaven, als der Balkankrieg sein Heimatland Jugoslawien von der Landkarte tilgte. Weil sich der Stahlbauer nicht für eine der neu proklamierten Nationalitäten entscheiden konnte, blieb er einige Jahre staatenlos.

In Bremerhaven eine neue Heimat gefunden

Erst 1994 bekam Spahic die deutsche Staatsbürgerschaft. Er betrachtete auch das Land, in das er 1973 ausgewandert war, als seine Heimat. Dennoch pochte sein Herz lebenslang für Jugoslawien. Mit seiner Frau Susanne und den beiden Kindern verbrachte er bis zu den Bürgerkriegen jeden Sommer in Kroatien.

Als erste war seine Mutter alleine ausgewandert

Spahics Mutter war einst die erste, die als Gastarbeiterin einwanderte und im Fischereihafen Arbeit fand. Die Familie zog ihr Anfang der 70er hinterher. Franjo Spahic konnte sich erst als letzter durchringen. In Bremerhaven und Bremen baute er sich mit Elan, Fleiß und dem Willen, sich zu integrieren, eine neue Existenz auf.

Wie sich Franjo Spahic nach oben arbeitete und welches Abenteuer ihm der abgelaufene jugoslawische Pass einhandelte, lesen Sie in der NORDSEE-ZEITUNG und auf NORD|ERLESEN.

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