Alfred Prey (rechts) klatscht Mike Moore ab - der Teammanager hat in diesen Tagen gut zu tun.

Alfred Prey (rechts) klatscht Mike Moore ab - der Teammanager hat in diesen Tagen gut zu tun.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Die Fischtown Pinguins machen beim Wettbieten nicht mit

Von Matthias Berlinke
26. April 2017 // 12:09

von Matthias Berlinke Es ist nicht einfach, Teammanager der Fischtown Pinguins zu sein. Während andere DEL-Klubs mit vollen Händen Geld ausgeben können, um teure Spieler zu verpflichten, muss Bremerhavens Alfred Prey oft kleine Brötchen backen. Ein Wettbieten auf dem Transfermarkt ist nicht machbar. Trotzdem zeigt sich Prey kämpferisch.

Teammanager Prey: Im Moment explodieren gerade die Preise auf dem Spielermarkt

„Wir werden wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen. Da könnt ihr euch sicher sein“, sagt Prey. „Im Moment explodieren gerade die Preise auf dem Spielermarkt. Das ist nicht die Zeit, in der die Pinguins zuschlagen. Wir üben uns in dezenter Zurückhaltung.“

Die Pinguins gehen einen anderen Weg

In Bremerhaven hält man den Ball flach und sucht nach kreativen Lösungen. Wer nur einen Etat von 3,8 Millionen Euro zur Verfügung hat, kann das Geld nicht leichtsinnig zum Fenster rausschmeißen. Die Pinguins suchen dort nach Verstärkungen, wo sich kaum ein anderer DEL-Konkurrent nach Spielern umschaut.

Profis können in Bremerhaven ihren Marktwert erhöhen

Teammanager Prey hat sich zum Nischen-Experten gemausert. Akteure wie Wade Bergman, Jason Bast und Jordan George hatte 2016 niemand auf dem Zettel. Prey lotste die Nordamerikaner aus Dänemark und der Slowakei an die Unterweser. Und in wenigen Monaten erhöhten die drei Profis hier ihren Marktwert um ein Vielfaches.

Große Hoffnungen ruhen auf Jan Urbas

Die nächsten Kandidaten, die als „No Names“ zu höheren Zielen streben, stehen bei den Pinguins schon in den Startlöchern: der Däne Nicholas B. Jensen (Verteidiger) und der Slowene Jan Urbas (Außenstürmer). „Diese Spieler hatte bis auf uns keiner auf dem Zettel. Ich bin stolz, diese starken Charaktere zu uns geholt zu haben.“

Thomas Popiesch macht sich bei der Besetzung der Torhüterpositionen keine negativen Gedanken

Eine große Lücke haben die Pinguins noch auf der Torhüterposition. Gesucht werden zwei Goalies. „Keine Sorge. Wir werden auf dieser Position wieder sehr gut aufgestellt sein“, sagt Trainer Thomas Popiesch. Der Coach hält sich zurzeit bei seiner Familie in Dresden auf. Die Gedanken des 51-Jährigen kreisen in diesen Tagen übrigens nicht nur um Eishockey. „Meine Tochter Anna hat ihre erste Abitur-Klausur vor sich. Das Fach ist Deutsch. Du merkst ihr die Anspannung schon an. Aber es ist wie beim Eishockey. Du musst gut vorbereitet sein, dann klappt das schon. Und sicher ist: Anna ist gut vorbereitet.“

Bleibt Varian Kirst Co-Trainer? Die Entscheidung fällt in dieser Woche

Familie ist die eine Sache, Eishockey die andere. Und da gibt es neben der offenen Torhüterfrage noch eine weitere Baustelle für Popiesch. Es fehlt ein Co-Trainer. In dieser Woche soll sich klären, ob der bisherige Assistent Varian Kirst seinen Vertrag am Wilhelm-Kaisen-Platz verlängert.

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