HC München - Nürnberg Ice Tigers

Steven Reinprecht (links) und die Nürnberg Ice Tigers setzten sich im Topspiel gegen Meister Red Bull München durch.

Foto: Hase/dpa

Bremerhaven

Die Lage der Liga: Nürnberg rückt München auf die Pelle

Von Mareike Scheer
16. Januar 2017 // 13:56

Nach dem ersten Sieg im neuen Jahr mit einem 4:3-Erfolg über die Eisbären Berlin haben die Fischtown Pinguins den DEL-Rekordmeister überflügelt und stehen nun mit 50 Punkten als Tabellenachter so gut da wie noch nie in dieser Saison. Doch nicht nur das: Dank der Konkurrenz hat sich der Vorsprung auf den elften Rang, dem ersten Nicht-Play-off-Platz, vor den letzten 14 Hauptrundenpartien wieder auf neun Zähler vergrößert.

Niederlage gegen direkten Konkurrenten

Diesen undankbaren Platz hat derzeit Traditionsverein Düsseldorfer EG (41) inne.  Der achtmalige deutsche Meister verlor das direkte Duell um Platz zehn im Heimspiel gegen die Straubing Tigers (49) mit 2:5 (1:2, 1:2, 0:1), die damit sogar ebenfalls an den punktgleichen Berlinern (49) vorbei auf Rang neun vorrückten. Nach einem schnellen 0:2-Rückstand gelang den Rheinländern im zweiten Drittel zwar der zwischenzeitliche Ausgleich, doch die Gäste hatten sofort eine Antwort parat und zogen davon. Es war bereits der vierte Sieg in Folge für die Niederbayern.

Köln siegt im Verfolgerduell

Die Kölne Haie gewannen unterdessen das Verfolger-Duell bei den Grizzlys Wolfsburg. Das Team um den früheren NHL-Star Christian Ehrhoff siegte mit 6:3 (0:1, 3:2, 3:0) und verteidigte mit 74 Punkten Platz drei. Wolfsburg bleibt Fünfter (67). Sebastian Uvira (26. Minute), Philip Gogulla (32./59.), Patrick Hager (34.) und Shawn Lalonde (50./54.) sorgten für den sechsten Erfolg der Kölner hintereinander.

Augsburg auf Viertelfinalkurs

Andrew LeBlanc schoss die Augsburger Panther um Ex-Pinguins Trainer Mike Stewart in der Verlängerung zum 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 1:0) gegen Titelmitfavorit Adler Mannheim. Damit festigten die Fuggerstädter ihren Kurs auf die direkte Viertelfinalteilnahme. Michael Davies (21.) und Evan Trupp (27.) egalisierten in der regulären Spielzeit die 2:0-Führung der Gäste durch Brent Raedeke (8.) und David Wolf (10.).

Hattrick von Marc El-Sayed

In einer abwechslungsreichen Partie verlor der ERC Ingolstadt bei den Schwenninger Wild Wings mit 4:5 (2:1, 1:2, 1:1, 0:1) nach Verlängerung. Es war der zweite Overtime-Erfolg der Schwarzwälder innerhalb von 48 Stunden. 1:3 lagen die Wild Wings bereits im Rückstand, ehe Marc El-Sayed die Partie mit seinem ersten DEL-Hattrick der Karriere im Alleingang drehte. Zwar gelang den Ingolstädtern durch Danny Irmen 2,8 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal der Ausgleich, doch Will Acton sicherte seinem Team mit einem Alleingang den Zusatzpunkt.

13 Niederlagen in Serie in der Fremde

Auch die Krefeld Pinguine besiegten im Kellerduell in der Overtime die Iserlohn Roosters mit 3:2 und übergaben die Rote Laterne des Tabellenletzten an die Sauerländer - erst der dritte Heimsieg der laufenden DEL-Saison für die Seidenstädter im 19. Anlauf. Daniel Pietta sorgte der in der zweiten Minute der Verlängerung für den KEV-Sieg. Für die Iserlohn Roosters, war es indes die 13. Auswärtsniederlage in Folge.

Nürnberg siegt im Topspiel

Im abschließenden Spitzenspiel des 38. Spieltages verkürzten die Nürnberg Ice Tigers durch einen 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)-Erfolg beim EHC Red Bull München ihren Rückstand in der Tabelle. Durch den Treffer von David Steckel in der letzten Spielminute rangieren die Nürnberger nur noch einen Punkt hinter dem Titelverteidiger und erneuten Spitzenreiter aus München. Milan Jurcina brachte die Gäste nach 34 Sekunden in Führung, Jason Jaffray glich vor 5870 Zuschauern in der 25. Minute für den EHC aus. (dpa/mer)

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