Diese Schokoladentassen nahm Albert Einstein mit ins Exil.

Diese Schokoladentassen nahm Albert Einstein mit ins Exil.

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Bremerhaven
Kultur

Die Schokoladentässchen des Albert Einstein

Von nord24
28. August 2016 // 09:00

Fragile Tässchen für eine süße Köstlichkeit waren es, die Albert Einstein mit in das Exil nahm.  Aber noch andere Objekte künden noch bis zum 10. September in einer Ausstellung im Deutschen Auswandererhaus (DAH) von der wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. „Die Objekte, die wir in der Ausstellung präsentieren, berichten davon, wie sich der Charakter des deutschjüdischen Lebens über die Jahrhunderte wandelte“, sagt Dr. Miriam Bistrovic vom Leo-Baeck-Institut.

Einzigartige Sammlung dokumentiert das jüdische Leben

Das Leo-Baeck-Forschungsinstitut in New York verfügt über eine einzigartige Sammlung von Dokumenten, Büchern, Briefen, Notizen und anderen Besitztümern, die meist von jüdischen Geflüchteten oder ihren Nachfahren stammen und als Nachlässe, geborgene Gemeindeunterlagen oder wiederhergestellte Artefakte in das Archiv gelangten.

Auswanderung als ein Punkt ohne Wiederkehr

„Bremerhaven war nicht nur Port of Embarkation für über 500 000 Holocaust-Überlebende, sondern auch für Hunderttausende jüdische Flüchtlinge aus dem russischen Zarenreich und dem nationalsozialistischen Deutschland“, sagt Dr. Simone Eick, Direktorin des DAH. Die Auswanderung sei für viele Juden ein Punkt ohne Wiederkehr gewesen, an dem sie ihre kulturelle Identität neu anfingen zu denken, aber ihre Erinnerungen mitnahmen.

Porträt kehrt in sein Ursprungsland zurück

Eine ganz andere Geschichte erzählt das Porträt von Bertha Pappenheim, eine der führenden Frauenrechtlerinnen im 20. Jahrhundert. Das Gemälde beleuchtet die sich wandelnde Stellung der Frau in der deutschen Geschichte. Jetzt kehrt das Porträt erstmals wieder in sein Ursprungsland zurück – wie auch ein Schutzbrief aus dem Jahr 1777, das erste Protokollbuch eines 1792 in Berlin gegründeten Wohltätigkeitsvereins und die Schokoladentässchen Einsteins.

Wanderausstellung hat drei weitere Stationen

Das DAH ist die erste Station der Wanderausstellung „Deutsch und jüdisch“. Anschließend ist die Ausstellung im Synagogue Center Felsberg, im Thüringer Landtag in Erfurt und im Deutschen Exilarchiv in Frankfurt am Main zu sehen.  

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