Der Winterdienst ist trotz der "grünen" Weihnachten wie jedes Jahr vorbereitet. Die Stadt hat insgesamt 1200 Tonnen Salz gebunkert.

Der Winterdienst ist trotz der "grünen" Weihnachten wie jedes Jahr vorbereitet. Die Stadt hat insgesamt 1200 Tonnen Salz gebunkert.

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Bremerhaven

Die Wetterextreme in Bremerhaven

Von Lili Maffiotte
21. Dezember 2015 // 18:05

Der Winterdienst der Entsorgungsbetriebe ist bereits seit dem 15. November auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Aber von Schnee ist weit und breit nichts zu sehen. Bisher mussten die Kollegen lediglich am 23. November wegen überfrierender Nässe ausrücken. Dabei hat Bremerhaven die ganze Palette an Wetter anzubieten. 

Wetterextreme der letzten 20 Jahre

Zu nass, zu kalt, zu warm – viele Wetterextreme in Bremerhaven sind in den vergangenen 20 Jahren zu finden. Einige Superlative hat die ehemalige Wetterwarte zusammengetragen:

Kälterekorde

Der kälteste Tag in der Statistik der Wetterwarte ist der 11. Februar 1929: -21,6 Grad. Der Winter 1927/28 zählt zu einem der kältesten des Jahrhunderts, auch der Winter 1946/47 bleibt mit Temperaturen um -20 Grad in eisiger Erinnerung. Der längste Winter 1962/63 bescherte Bremerhaven 61 Eistage. Schnee: maximale Schneehöhe 37 Zentimeter am 30. und 31. Januar 1979; maximaler Schneefall pro 24 Stunden am 9. Februar 1966: 21 Zentimeter. 21. Dezember 1981: nachts -18 Grad, kälteste Nacht seit 25 Jahren.

Rekordniederschlag und Eiszapfen

Kalter Juni: 27. Juni 1981 – nur 12 Grad am Mittag. Januar 1982: elf Tage klirrender Frost, Rekordniederschlag von 21,2 Liter pro Quadratmeter (5. Januar), Eiszapfen haben am 8. Januar Rekordlängen.

Schnee im Oktober

Wärmster November: 1994 erreicht der Monat eine Durchschnittstemperatur von 8,1 Grad. Normal wären 5,5 Grad gewesen. Frühester Schnee: zwei Zentimeter am 24. Oktober 2003.

Windhose schleudert Boote durch die Luft

Wind: 16. Juni 1965: ein Orkan deckt das 50 Meter lange Dach eines Wohnblock in Leherheide ab. Eine Windhose trifft am 22. August 1988 auf Bremerhaven: Boote fliegen durch die Luft, Autos auch. Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 360 Kilometer pro Stunde werden registriert. Stärkster Wind: Am 13. Januar 1993 fegt ein Orkan mit Stärke 14 (151 Kilometer pro Stunde) über Bremerhaven – zehn Dächer heben ab, 40 Bäume knicken um.

Der "Jahrhundertjuli"

Der heißeste Tag lässt die Bremerhavener am 14. Juli 1923 bei 36 Grad schwitzen, am 9. August 1992 steigt das Thermometer auf 35,8 Grad. Auch heiß: 32,9 Grad vermeldet die Wetterwarte am 24. Juli 94; einen Tag später sogar 34 Grad – der Monat bekommt den Titel „Jahrhundertjuli“ verliehen. Noch nie war es in Norddeutschland so heiß im Juli.

Der Super-Sommer von 1982

Mai 1989: zweittrockenster Mai seit 1949, sonnenreichster aller Monate seit 30 Jahren: 318 Stunden anstatt des Mittelmaßes von 212 Stunden. Super-Sommer 1982 war rekordverdächtig: So warm war es in Deutschland seit 35 Jahren nicht mehr. Norddeutschland erlebt die heißesten Tage seit 1876. Langer Sommer: 1992 verzeichnet die Wetterwarte 28 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad und darüber.

Neuer Rekord: 30 Tage mit 25 Grad

Zum Vergleich: Normal sind 12,8 Sommertage. Auch rekordverdächtig der heißeste Tag am 9. August 1992 mit 35,8 Grad.heißester Junitag: 18. Juni 2002.heißester Sommer 1993: 30 Tage mit 25 Grad und mehr – neuer Rekord, Durchschnittstemperaturen von 19,3 Grad.

Fünf Sturmfluten in einem Monat

In der Zeit von 13. November bis zum 14. Dezember 1973: In diesen vier Wochen gab es fünf Sturmfluten. Das Hansestadt Bremische Amt registrierte extreme Wasserstände über vier Meter. April 1988: zu warm, zu trocken, zu sonnig und zu neblig. Trockenster April seit Wetteraufzeichnung: im Januar 110 Liter pro Quadratmeter – doppelt so viel wie das Monatssoll, dafür im April 5,5 Liter – davon mehr als die Hälfte an einem Tag: 28. April, normal wären 48 Liter gewesen.  Nass: Sturmflutkatastrophe 16. Februar 1962 mit einem Wasserstand von 5,35 Meter über NN.

 47 Liter Regen pro Quadratmeter an einem Tag

Mai 1988: 26,4 Liter Regen an einem Tag – fast das Fünffache des gesamten Aprilniederschlags. Tagesrekord: am 9. September 2001 prasseln innerhalb von 24 Stunden 47 Liter pro Quadratmeter auf die Stadt hernieder. Damit hält dieser Monat auch den Rekord mit 259,5 Liter. Regenreichster August: Innerhalb einer Stunde steht Bremerhaven am 8. August 2002 unter Wasser – erst nach 62 Litern schließt der Himmel seine Pforten.
Eine Auflistung über die höchsten Sturmfluten findet sich hier.

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