Der kleine Seehund "Piefke" musste erst in Quarantäne bleiben. Jetzt muss er futtern, damit er ein Mindestgewicht von 25 Kilo bekommt.

Der kleine Seehund "Piefke" musste erst in Quarantäne bleiben. Jetzt muss er futtern, damit er ein Mindestgewicht von 25 Kilo bekommt.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Bremerhaven

Die ersten Heuler sind da

Von Lili Maffiotte
23. Mai 2016 // 13:58

In der Seehundstation Friedrichskoog sind die ersten "Findelkinder" der Saison angekommen. Die Heuler dürfen zurück in die Nordsee, wenn sie sich ein Gewicht von 25 Kilo angefressen haben.

Erst Quarantäne, dann Aufzuchtbecken

Der 9,2 Kilogramm schwere "Piefke" wurde am 11. Mai am Damm der Lorenbahn zwischen Dagebüll und der Hallig Oland entdeckt. "Piefke" war nach Angaben des Landesjagdverbands eine erst wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Er wurde zunächst in der Seehundstation in Quarantäne gehalten, bevor er am Wochenende in ein normales Aufzuchtbecken umzog.

Mindestgewicht für die Auswilderung

Dort wird er nun aufgepäppelt, bis er nach zehn bis zwölf Wochen das für die Auswilderung nötige Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht hat. Er wird in den Aufzuchtbecken nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit "Heintje" und "Smutje" bereits weitere Heuler eingeliefert, die zunächst in die Quarantäne kamen, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger.

Die einzige Aufnahmestelle für Heuler

Die Seehundstation Friedrichskoog ist nach einem internationalen Abkommen die einzige berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr wurden dort 174 von ihren Müttern verlassene Seehundbabys aufgenommen.

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