An dem Geschenkebaum am Leher Stadtpark kann sich jeder bedienen. Wer möchte, kann aber auch nützliche Dinge für Bedürftige hier platzieren. Foto Ruge

An dem Geschenkebaum am Leher Stadtpark kann sich jeder bedienen. Wer möchte, kann aber auch nützliche Dinge für Bedürftige hier platzieren. Foto Ruge

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Bremerhaven

Ein Geschenkebaum im Leher Stadtpark

Von nord24
25. Dezember 2015 // 16:05

An diesem Baum hängen kein Schmuck, keine bunten Kugeln oder Kerzen. Der Weihnachtsbaum im Leher Stadtpark ist etwas anders. Durchsichtige Plastiktüten sind mit einer Schnur am Stamm befestigt. Darin befinden sich warme Kleidung, aber auch Schulsachen oder Kekse.

Über Facebook organisiert

„Ich wollte einfach etwas machen und nicht erst lange reden“, sagt Andrea von Düring-Buja (Foto). Die Inhaberin der Tanz-Oase in Geestemünde hatte Ende vergangener Woche die Idee für den Geschenkebaum. „Eigentlich ist die Idee auch ein bisschen geklaut, aber warum sollte man gute Dinge nicht kopieren?“ Über das soziale Netzwerk Facebook hatte Andrea von Düring-Buja vor kurzem von einem Geschenkebaum in Gütersloh erfahren, wo vor allem Obdachlose Nützliches für die kalte Jahreszeit finden können.

Unkompliziert und unbürokratisch gelöst

Das wollte sie auch in Bremerhaven etablieren und suchte ebenfalls per Facebook nach Mitstreitern. Kurze Zeit später meldeten sich Inge Sandelmann-Krämmer und Martina Buchholz bei ihr. Die Drei bereiteten Geschenke vor und fragten beim Gartenbauamt an, welcher Baum für eine solche Aktion in Frage kommen könnte. „Das ging alles ganz unkompliziert und unbürokratisch“, sagt Andrea von Düring-Buja. „Wir durften uns sogar einen Baum aussuchen.“

Gartenbauamt kontrolliert

Seit Dienstag hängen nun die Geschenke in den durchsichtigen Tüten mit einer Beschriftung, damit jeder sehen kann, was sich darin befindet. „Es ist ganz egal, wer sich bedient“, sagt die Initiatorin. Gerne können aber auch Geschenke dazu gehängt werden.

Etwa ein Monat im Stadtpark

Der Geschenkebaum soll etwa einen Monat lang im Stadtpark bleiben. Das Gartenbauamt und die Quartiersmeisterin Brigitte Hawelka wollen ein Auge darauf haben, damit mit dem Baum kein Schindluder getrieben wird. „Wir wollten einfach etwas tun, ohne Hintergedanken“, sagt die Buddhistin Andrea von Düring-Buja. „Das ist einfach eine total freudige Aktion.“ (msr)

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