Gut zehn Monate nach der Havarie des Riesenfrachters "MSC Zoe" mit über 340 über Bord gegangenen Containern ist die Unfallursache noch immer nicht ermittelt.

Gut zehn Monate nach der Havarie des Riesenfrachters "MSC Zoe" mit über 340 über Bord gegangenen Containern ist die Unfallursache noch immer nicht ermittelt.

Foto: Havariekommando/dpa

Bremerhaven
Der Norden

Ein Jahr nach Havarie von "MSC Zoe" bleiben offene Fragen

Von nord24
30. Dezember 2019 // 09:00

Ein Jahr nach der Havarie der "MSC Zoe" in der stürmischen Nordsee steht die Unglücksursache weiter nicht fest. Und wie steht es um die Umweltschäden?

Todesangst für Besatzung

Das knapp 400 Meter lange Schiff mit 8000 Containern an Bord hatte in der Nacht zum 2. Januar auf der Fahrt nach Bremerhaven 342 Container verloren. Die Besatzung stand Todesängste aus, es kam aber niemand ernsthaft körperlich zu Schaden.

Zwei Gefahrgutcontainer

Vermutet wird, dass das Riesenschiff auf der eingeschlagenen küstennahen Route nachts zwei Mal Grundberührung hatte und die Erschütterung das Wegrutschen der Container auslöste. Insbesondere die enorme Umweltverschmutzung - unter anderem schlugen zwei Gefahrgutcontainer über Bord - verursachte in Niedersachsen und den Niederlanden Empörung. Zwar kümmerten sich Behörden und freiwillige Helfer so gut es ging um das Reinigen der Strände, und Fachfirmen fischten große Wrackstücke aus den Fahrrinnen der Schifffahrt.

1100 Tonnen fehlen

Von 3300 Tonnen Ladung, die in Containern über Bord gingen, wurden nach Behördenangaben aber nur ein Drittel geborgen und ein Drittel als Müll angespült. Damit fehlen noch rund 1100 Tonnen der Ladung, die auf dem Meeresgrund oder als Treibgut eine Gefährdung für die Umwelt und die Schifffahrt sein können, monierten unter anderem die Grünen im Landtag in Hannover. (dpa)

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