Beim Seestadtfest in Bremerhaven war einiges los im Mai.

Beim Seestadtfest in Bremerhaven war einiges los im Mai.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Ein Neubürger fragt: Wieso ist in Bremerhaven fast immer tote Hose?

Von Christoph Käfer
8. November 2016 // 12:40

Christoph Käfer ist der Neue. Kürzlich ist er von Flensburg nach Bremerhaven gezogen und arbeitet seitdem in der Onlineredaktion. Als Neubürger fallen ihm ständig Eigenarten in der Stadt auf, bei denen er sich fragt: Warum ist das eigentlich so? Denen geht er auf den Grund und schreibt jeden Dienstag auf nord24 darüber. Heute: Warum ist in Bremerhaven nix los?

Bremerhaven hat viel zu bieten

Keine Frage, Bremerhaven ist eine schöne Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Und die locken gerade im Sommer tausende Touristen in die Seestadt. Aber reicht das aus? Oder müsste ihnen und vor allem auch der einheimischen Bevölkerung abseits der bekannten Publikumsmagnete mehr geboten werden?

Stadt müsste mehr tun

Und da lautet mein Fazit als Neubürger: Auf jeden Fall! Und das, obwohl ich mit Sicherheit ein genügsamer Mensch bin, der keine überdurchschnittlichen Ansprüche an sein Lebensumfeld hat. Auch wenn ich noch keine 30 Jahre alt bin, habe ich bislang schon viele Städte und Flecken in Deutschland kennengelernt und weiß, welche Anstrengungen dort über das Jahr verteilt unternommen wurden und werden, um Einheimischen und Gästen etwas zu bieten.

Außer Seestadtfest nix los

In Bremerhaven, so ist bislang mein Eindruck, war seit meinem Umzug hierher mit Ausnahme des viertägigen Seestadtfestes Ende Mai nicht viel los - jedenfalls was Veranstaltungen mit regionaler Strahlkraft betrifft. Das ist schade.

Mehr Selbstvermarktung

Natürlich fehlt der Stadt das nötige Kleingeld für die ein oder andere Veranstaltung und Bremen ist auch nicht so weit entfernt. Bei aller Liebe, aber das kann doch nicht der Anspruch einer Großstadt, zumal der größten Stadt an der Nordsee, sein!

Aus eins mach drei

Umso ärgerlicher ist es daher, dass man aus dem wirklich tollen Seestadtfest problemlos hätte drei Veranstaltungen machen können: Da war neben der maritimen Party am Hafen auch das Streetfood-Festival am Theodor-Heuss-Platz und dazu noch die Hochschulfete, Straßenkunst und verkaufsoffener Sonntag. Die übrige Zeit des Jahres dagegen war tote Hose.

Sorge um den Weihnachtsmarkt

Das ist schade für die Bremerhavener, da sie etwas Besseres verdient hätten und sorgt auch nicht unbedingt dafür, dass Auswärtige in Scharen nach Fischtown kommen. Daher bin ich umso gespannter, wie sich Bremerhaven in der Weihnachtszeit präsentiert. Nach allem, was ich bislang dazu gelesen und gehört habe, etwa der Rodelbahn, macht mich leider nicht sehr optimistisch. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.    

Ein Neubürger fragt: Wieso ist in Bremerhaven fast immer tote Hose?

Christoph Käfer ist ein Neubürger in Bremerhaven. Und einige Dinge kommen ihm komisch vor. Für nord24.de hat er nachgefragt, warum manches so ist, wie es ist.

Foto: Scheer

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