Elternversammlung in der Kita Ellhornstraße: Die Mütter und Väter haben Angst, dass ihre Kinder auf der Straße stehen.

Elternversammlung in der Kita Ellhornstraße: Die Mütter und Väter haben Angst, dass ihre Kinder auf der Straße stehen.

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Bremerhaven

Eltern haben Angst: Wie geht es weiter mit den Kitas?

Von Thorsten Brockmann
15. Juni 2016 // 17:20

Das Diakonische Werk kann sich wegen finanzieller Schwierigkeiten den Betrieb seiner Kindertagesstätten nicht mehr leisten. Die Eltern haben Angst, dass sie nach den Sommerferien vor verschlossenen Türen stehen. 305 Krippen- und Kitaplätze in Lehe und Geestemünde sind betroffen.

Streit auf dem Rücken der Eltern

Der Streit werde auf dem Rücken der Eltern und Kinder ausgetragen, schimpfte ein Vater während der Elternversammlung. "Ich habe mir die Krippe ausgesucht, weil ich am 1. März wieder arbeiten muss", sagte jemand anderes. Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes machte deutlich: "Ohne Hilfe müssen wir schließen." Angeblich sucht der kirchliche Verein schon seit Monaten nach einem neuen Betreiber. Ergebnislos.

Neue Gespräche vereinbart

Diakonie und Stadt haben während der Elternversammlung verabredet, sich noch einmal an einen Tisch zu setzen. Sozial-Stadtrat Klaus Rosche (SPD) machte aber schon deutlich, dass die Stadt nicht mehr Geld zum Betrieb dazugeben wird. Der Magistrat zahlt bereits 96 Prozent aller Kosten, den Eigenanteil von vier Prozent hat die Diakonie selbst vorgeschlagen, als sie sich um den Betrieb beworben hatte.  Nun soll möglichst nach einem neuen Betreiber gesucht werden. Damit die Eltern sich keine Sorge um die Kinderbetreuung machen können, könnte es sogar sein, dass die Stadt die Krippen und Kitas vorübergebend selbst betreibt.

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