Die Kosten für die Heimunterbringung von Pflegebedürftigen sind oftmals so hoch, dass sie von der Rente, der Pflegeversicherung und dem Vermögen der Senioren nicht getragen werden. Dann springt der Sozialhilfeträger ein. Er holt sich das Geld aber gegebenenfalls von den Kindern zurück.

Die Kosten für die Heimunterbringung von Pflegebedürftigen sind oftmals so hoch, dass sie von der Rente, der Pflegeversicherung und dem Vermögen der Senioren nicht getragen werden. Dann springt der Sozialhilfeträger ein. Er holt sich das Geld aber gegebenenfalls von den Kindern zurück.

Foto: Försterling/dpa

Bremerhaven

Elternunterhalt: Wann zahlen Kinder für den Heimplatz?

Von Susanne van Veenendaal
19. Januar 2019 // 16:30

Wenn die Eltern ins Pflegeheim ziehen müssen, ändert sich einiges. Nicht nur die Sorge um Mutter oder Vater, auch die Angst, die Kosten übernehmen zu müssen, treibt viele Kinder um. Wie viel muss man zahlen? Die Bremerhavener Anwältin Brigitte Gebhardt gibt Antworten.

Nur Verwandte in gerader Linie

Wenn Rente, Pflegeversicherung und Vermögen der Eltern nicht ausreichen, sind die Angehörigen an der Reihe. „Aber nur Verwandte in gerader Linie sind einander unterhaltsverpflichtet“, erläutert Gebhardt. „Dies sind Eltern, Kinder, Großeltern und Enkel. Also keine Geschwister.“ Es gibt zudem eine Rangfolge: Zuerst muss für minderjährige Kinder, dann für die Ex-Frau oder den Ex-Mann, dann für volljährige Kinder und Enkel gezahlt werden. Erst danach kommen die Eltern dran.

Selbstbehalt ist unantastbar

"Niemand muss sich davor fürchten, dass er sein selbst bewohntes Haus verkaufen muss“, beruhigt die Rechtsanwältin. Auch der Selbstbehalt dürfe nicht angetastet werden. Für den Unterhaltspflichtigen sind dies 1800 Euro. Zu dem Einkommen zählen übrigens nicht nur das Gehalt, sondern auch eventuelle Mieteinnahmen oder – bei einem selbst bewohnten Haus – der sogenannte Wohnwert.
Wie sich der Elternunterhalt genau berechnet, lest Ihr am Sonntag, 20. Januar 2019, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.

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