So wie diese beiden Babys kamen auch Jerome und Jamal gesund zur Welt.

So wie diese beiden Babys kamen auch Jerome und Jamal gesund zur Welt.

Foto: Symbolfoto: Grubitzsch dpa/lsn

Bremerhaven

"Er war so nett": Das sagen die Mutter und die Feuerwehr-Helden nach der Spontan-Geburt

Von nord24
6. Dezember 2016 // 07:00

Die geglückte Spontan-Geburt von Zwillingen in der Schleusenstraße hat nicht nur deren Eltern und die als Geburtshelfer eingesprungenen Feuerwehrleute gefreut, sondern auch viele Bremerhavener gerührt. Wir haben mit der frischgebackenen Mutter Julia Bremer* und den Feuerwehrleuten gesprochen. 

6. Dezember als geplanter Geburtstermin

Eigentlich sollten die Zwillinge Jerome und Jamal erst am Nikolaustag (Dienstag, 6. Dezember) per Kaiserschnitt auf die Welt kommen. Doch der vergangene Donnerstag sollte eine Überraschung bereit halten. „Im Bad merkte ich plötzlich, dass die Geburt bald losgeht“, sagte die 40-jährige Mutter, die bereits drei Kinder hat, und ihren Namen nicht öffentlich nennen will.

Jerome erblickt zuerst das Licht der Welt

Ihr Mann alarmierte einen Rettungswagen für den Transport zum Krankenhaus. Doch als die zwei Rettungsassistenten Minuten später eintrafen, war Baby Jerome schon da. Um 22.40 Uhr wurde der Junge geboren.

Rettungsassistent: "Wir waren überrascht"

„Wir dachten eigentlich, wir sollen eine Schwangere transportieren und waren überrascht, dass schon ein Kind auf der Welt war“, sagt Rettungsassistent Arne Benthien. Er nabelte das Baby ab, übernahm die Versorgung des Jungen und wickelte ihn in Decken. „Es ist ja ein großer Temperatursturz, wenn so ein Baby plötzlich auf die Welt kommt“, sagt der 41-Jährige.

Notarzt kommt zu spät

Gleichzeitig wurde der Notarzt alarmiert – zur Versorgung von Mutter und Kind, aber auch als Hilfe für die zweite Geburt. Doch dafür kam der Mediziner zu spät. Denn auch Brüderchen Jamal hatte sich überlegt, dass die Zeit nun reif für ihn sei. „Wir brauchten die Mutter nur kurz unterstützen und dann ging es ganz schnell“, so Benthien. „In der Ausbildung hat man uns beigebracht, dass bei einer normalen Schwangerschaft fast alles wie von alleine läuft“, sagt Benthien. 15 Minuten nach Jerome kam Jamal zur Welt.

Erstmals Geburtshelfer

Benthien hat in seinem Job schon zwei Kinder abgenabelt. Bei einer Geburt geholfen hat er zuvor noch nie. „Ich freue mich, dass es so komplikationslos verlief“, so der 41-Jährige. In „freudiger Grundstimmung“ leistete er den Rest seines Dienstes bis morgens um 8 Uhr ab.

Per Rettungswagen ins Krankenhaus

In einem zweiten Rettungswagen wurden die Zwillinge nach der Erstversorgung im Inkubator ins Klinikum Bremerhaven gebracht, versorgt von einer Kinderärztin und einer Kinderkrankenschwester. Mutter Julia Bremer wurde von Benthien und seinem Kollegen dann doch noch ins Krankenhaus gebracht.

Lob für die Helfer

„Er war so nett und die ganze Zeit über bei mir, dafür bin ich ihm sehr dankbar“, sagt Julia Bremer über ihren Helfer. „Er hat das richtig gut gemacht“, so die 40-Jährige. *Name von der Redaktion geändert

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