Karriere mit kühlen Köpfen: Schachlehrerin Elena Herdt hat mit ihrer Mannschaft bei den Deutschen Schul-Schach-Meisterschaften in Thüringen unter 65 Schulen den fünften Platz geschafft.

Karriere mit kühlen Köpfen: Schachlehrerin Elena Herdt hat mit ihrer Mannschaft bei den Deutschen Schul-Schach-Meisterschaften in Thüringen unter 65 Schulen den fünften Platz geschafft.

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Bremerhaven

Erste "Deutsche Schach-Schule" in Bremerhaven

Von Susanne Schwan
13. Mai 2016 // 19:00

260 Grundschüler sind am Zug: Denn die  Erst- bis Viertklässler der Karl-Marx-Schule haben am Freitag das Qualitätsiegel als "Deutsche Schach-Schule" erhalten. Damit ist die Leherheider Schule eine von nur drei  Grundschulen im Bundesland Bremen mit diesem Prädikat. Denn Begriffe wie Rochade oder Rösselsprung sind für die Sechs- bis Zehnjährigen keine Rätsel.

Schon die Erstklässler lernen Grundlagen

102 Erst- bis Viertklässler an der Karl-Marx-Schule sind inzwischen so infiziert vom Schachspielen, dass sie damit sogar ihre Pausen ausfüllen. Außerdem nehmen sie an Landes- und sogar Deutschen Schul-Schach-Turnieren teil  - mit Erfolg. Bei den Landesmeisterschaften im Februar erspielten sich die Erst- und Zweitklässler der "Marx"  unter 50 Mannschaften den ersten und zweiten Platz. Und mit einem 5. Platz kam das Leherheider Schulteam  jetzt von den Deutschen Meisterschaften  mit 65 Teilnehmern aus Thüringen nach Hause.

Aus kleiner Schach-AG wuchs großes Schulprojekt

Die Begeisterung entzündet  und gefördert hat Elena Herdt. Die pädagogische Betreuerin hatte 2011 die erste kleine Nachmittags-Schach-AG aufgebaut. Danach ging es rasant weiter an der Karl-Marx-Schule. Das lobte am Freitag auch die Überbringerin des Qualitätssiegels: Monika Küsel-Pelz ist vom Vorstand der Stiftung Deutsche Schach-Schule in Hamburg. "Um so ein Projekt so weit voran zu bringen wie hier", sagte sie beim Festakt, "braucht es viel Engagement der Lehrer und Eltern und des Schulfördervereins."  Die Stiftung wünsche sich "Schach als reguläres Schulfach schon an den Grundschulen", so Küsel-Pelz.

Stiftung Schul-Schach fordert den Denksport als Fach

Denn Schach als Denk-Sport  schärfe die Konzentrationsfähigkeit, trainiere das soziale Miteinander und fördere auch die Leistungen in allen anderen Schulfächern. Schulleiterin Susanne Jung ist fasziniert von der Faszination ihrer kleinen Schützlinge: "Wenn da 60 Kinder überm Schach im gleichen Raum sitzen, ist es mucksmäuschenstill." Sie wolle versuchen, Schach demnächst verbindlich für alle 260 Kinder der Schule zu etablieren.

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