Flugplatz Luneort: Grantz fährt neue Geschütze gegen Aero-Club auf

Auf dem Flugplatz Luneort geht nichts mehr. Der Aero-Club hat gegen die Schließung geklagt, nun appellieren der Oberbürgermeister und der Wirtschaftssenator an die Flieger, sich der wirtschaftlichen Entwicklung nicht länger in den Weg zu stellen.

Bremerhaven

Flugplatz Luneort: Grantz fährt neue Geschütze gegen Aero-Club auf

Von nord24
7. April 2016 // 19:03

Im Streit um die Schließung des Flugplatzes Luneort werden neue Geschütze aufgefahren. Oberbürgermeister Melf Grantz und Wirtschaftssenator Martin Günthner (beide SPD) setzen den Fliegern des Aero-Clubs die Pistole auf die Brust. Sie sollen den Bau des Offshore-Terminals (OTB) nicht weiter blockieren - sonst würden Konsequenzen drohen.

So lange die Klage läuft, darf nicht gebaut werden

Anlass des Streits ist die Klage der Flieger des Aero-Clubs gegen die Schließung des Flugplatzes. Doch die passt Grantz und Günthner gar nicht. Denn solange die Klage läuft - so haben es die Richter am Oberverwaltungsgericht Bremen entschieden - darf nicht gebaut werden. Auch der Wirtschaft schmeckt das nicht. So hat Anlagenhersteller Adwen schon angekündigt, Notfalls auf die Kanarischen Inseln auszuweichen.

Das Motto: Hilfst du mir nicht, helf ich dir nicht

„Die Bereitschaft, dem Aero-Club bei einem Umzug zu einem anderen Sportflugplatz zu helfen, ist allerdings an eine zügige Kompromissbereitschaft des Vereins geknüpft“, hieß es in einer Pressemitteilung von Grantz und Günthner. Zuvor soll es durchaus die Bereitschaft gegeben haben, die Flieger beim Umzug an einen anderen Standort zu unterstützen. Die beiden Politiker stellen zudem klar, dass die gewerbliche Entwicklung für sie Vorrang vor dem Luftsport hat. „Ich appelliere eindringlich an den Aero-Club, sich einer Lösung im Sinne der wirtschaftlichen Weiterentwicklung Bremerhavens nicht zu verschließen“, so Günthner.