Forschung in Bremerhaven: Kriegsschrott kann Fische krank machen

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Bremerhaven
Wissenschaft

Forschung in Bremerhaven: Kriegsschrott kann Fische krank machen

Von Ursel Kikker
4. Februar 2019 // 08:00

Ob Fliegerbomben, Torpedos oder Granaten: Riesige Mengen Munition liegen am Meeresgrund in Nord- und Ostsee. Diese Altlasten können Fische krank machen. Das zumindest können Wissenschaftler des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Bremerhaven belegen.

Plattfische mit Leberkrebs

Die Forscher haben am Beispiel der Ostsee untersucht, ob und wie Kampfstoffe auf Fische wirken. Sie stellten zum Beispiel bei Plattfischen, die sich in einem Munitionsversenkungsgebiet bei Kiel aufhalten, eine höhere Rate an Leberkrebs fest.

Altlasten sind gefährlich

Die Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs sind gefährlich, weil sie nach wie vor explodieren können. Außerdem rostet der Kriegsschrott seit Jahrzehnten vor sich hin. Sind die Hüllen beschädigt, können giftige Substanzen ins Wasser gelangen. Die Munition wurde überwiegend nach Kriegsende im Meer versenkt.

Experten in Bremerhaven

In dieser Woche sind mehr als 100 Experten im Thünen-Institut zu Gast. Zum Abschluss eines großen Forschungsprojekts sprechen sie auch über den Umgang mit den gefährlichen Altlasten.

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