Das Frauenhaus in Bremerhaven gewährt in Notlagen Schutz.

Das Frauenhaus in Bremerhaven gewährt in Notlagen Schutz.

Foto: dpa/Archiv

Bremerhaven

Frauenhaus in Bremerhaven am Limit

Von Susanne Schwan
4. Juli 2017 // 07:15

Das Frauenhaus in Bremerhaven ist ein wichtiger Zufluchtsort. Jetzt gibt es Gerüchte. Die Einrichtung, in der missbrauchte oder verprügelte Frauen in der Not Zuflucht finden, könne niemanden mehr aufnehmen. Das Frauenhaus sei überlastet. Doch mit diesem Spuk räumen die Verantwortlichen auf.

Versprechen: In jedem Fall werden Frauen erst einmal aufgenommen

"Stimmt alles nicht, betont die Einrichtungsleitung. „Unsere Parole ist: In jedem Fall erst einmal aufnehmen, wenn eine Frau in Not ist“, sagt Gabriela von Glahn, stellvertretende Betriebsleiterin der Gesellschaft für integrative soziale Beratung und Unterstützung Gisbu.

Der Tagessatz liegt bei 11,64 Euro

Die Gesellschaft ist eine „Tochter“ des Diakonischen Werks und Trägerin des Frauenhauses mit angegliederter Beratungsstelle. „Auch, wenn wir einen Engpass haben, nehmen wir jede Frau auf, unabhängig vom Einkommen“, sagt von Glahn. Wer es aufbringen kann, zahle den Tagessatz von aktuell 11,64 Euro selbst – das sei auch in Raten möglich. „Der Großteil der Frauen bezieht Sozialleistungen oder stellt mit unserer Hilfe den Antrag darauf.“

Die Adresse der Anlaufstelle bleibt aus Sicherheitsgründen geheim

Die Frauenberatungsstelle mit Frauenhaus – das es bereits seit 1971 gibt und mehrfach umgezogen ist – bietet sicheren Schutzraum für Frauen und Mütter mit Kindern, die von Wohnungslosigkeit und/oder häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Schutzwohnungen sind stadtweit verteilt und wechseln absichtlich immer wieder. Die Adresse der Anlaufstelle bleibt aus Sicherheitsgründen ungenannt, erreichbar sind das Frauenhaus und die Beratungsstelle telefonisch unter Telefon 0471/83001 und per Mail (frauenhaus@diakonie-bhv.de).

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