Angst im Hafen: Sind jetzt auch die Jobs in Bremerhaven bedroht? Die Krise des Gesamthafenbetriebsvereins (GHB) in Bremen wirkt sich auch auf die Seestadt-Kollegen aus, wenn es zum Sozialplan kommt.

Auch 89 Jobs in Bremerhaven sind von der GHB-Krise bedroht. bedroht? Die Krise des Gesamthafenbetriebsvereins (GHB) in Bremen wirkt sich auch auf die Seestadt-Kollegen aus, wenn es zum Sozialplan kommt.

Foto: Scheer

Bremerhaven
Schiffe & Häfen

GHB: Angst vor dem Rausschmiss im Hafen

Von Klaus Mündelein
13. Juli 2016 // 08:00

Die Krise beim Gesamthafenbetriebsverein (GHB) in der Stadt Bremen bedroht auch die Kollegen in Bremerhaven. Kommt es zu Entlassungen, müssen womöglich sogar Seestadt-Kollegen ihren Arbeitsplatz räumen, um Platz für Hafenarbeiter aus Bremen zu machen.

Bremer könnten Bremerhavener Arbeiter ersetzen

Das will GHB-Betriebsratsvorsitzender Uwe Schmidt in Bremerhaven unbedingt verhindern. Auch GHB-Chef Bernt Kamin-Seggewies hat keine Lust, motivierte Mitarbeiter an der Stromkaje nach  Hause zu schicken und dann Bremer Mitarbeiter zu beschäftigen, die von der Arbeit am Schiff keine Ahnung haben, erst qualifiziert werden müssen und womöglich auch keine große Lust haben, jeden Tag nach Bremerhaven zu fahren.

450 GHB-Jobs bedroht

Aber dennoch könnte es dazu kommen. Im kommenden Jahr besteht die Gefahr, dass bis zu 450 Jobs beim GHB in Bremen gestrichen werden müssen, weil die Arbeit in den Hochregallagern an andere Personaldienstleister vergeben wird. Sollte es dann zu einem Sozialplan kommen, will der GHB-Chef prüfen, ob der standortübergreifend umgesetzt werden muss. Dann müssen auch jüngere GHB-Mitarbeiter in der Seestadt eine Kündigung befürchten, weil langjährige Mitarbeiter aus Bremen größere Schutzrechte haben. Schmidt will jedenfalls verhindern, dass die Bremerhavener Hafenarbeiter in den Sozialplan eingebunden werden.

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