432 Kilo Kokain sollen vier Männer aus Bremerhaven und Dorum mit Kühlcontainern in den Hafen geschmuggelt haben. Unklar ist, wer welchen Anteil an den Taten hat.

Die Aussagen der Angeklagten widersprechen sich im Drogen-Prozess: Wer war maßgeblich daran beteiligt, als 432 Kilo Kokain aus dem Hafen geschmuggelt wurden.

Foto: Scheer

Bremerhaven
Justiz

Geschönte Geständnisse der Kokainschmuggler

Von Klaus Mündelein
2. November 2016 // 13:19

Glaubten die Kokainschmuggler wirklich, mit ihren geschönten Geständnissen vor Gericht durchzukommen? Bei Richter Helmut Kellermann beißen sie jedenfalls auf Granit. Er erwischte sie bei etlichen Widersprüchen und Ungereimtheiten. Es geht um hohe Haftstrafen. Schließlich waren die vier Angeklagten aus Bremerhaven und dem Landkreis bei mehreren Schmuggelaktionen beteiligt, bei denen rund um den Jahreswechsel 430 Kilo Kokain aus dem Hafen geschleppt wurden. Wer machte die Kühlcontainer auf und holte die Drogen heraus? Und wer stand nur Schmiere?

Widersprüche der Kokainschmuggler

Nachdem nun alle Angeklagten ausgesagt hatten, um mit dem Landgericht eine einvernehmliche Lösung hinzubekommen, listete Kellermann am Mittwoch etliche Ungereimtheiten auf. Die Aussagen widersprechen sich teilweise oder sind mit der Aktenlage nicht im Einklang.

Klare und glaubwürdige Aussagen fehlen

So weit wie die Staatsanwältin, die die Geständnisse als unglaubwürdig einschätzt, geht Kellermann nicht. Er kann verstehen, dass jeder Kokainschmuggler seinen Anteil an den Taten etwas verkleinern will. Um aber eine für die Angeklagten günstige einvernehmliche Regelung mit einem milderen Urteil zu bekommen, fordert er jetzt von ihnen Nachbesserungen: Klar und glaubwürdig müssen die Geständnisse sein.

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