Das Goethe-Quartier in Lehe ist der Ortsteil mit den meisten Einwohnern. Auch die Einbruchszahlen sind dor am höchsten. Foto Scheschonka

Das Goethe-Quartier in Lehe ist der Ortsteil mit den meisten Einwohnern. Auch die Einbruchszahlen sind dor am höchsten. Foto Scheschonka

Foto:

Bremerhaven

Goethe-Quartier kein krimineller Brennpunkt

Von nord24
26. Mai 2016 // 14:57

Das Goethe-Quartier im Bremerhavener Stadtteil Lehe ist besser als sein Ruf. In dem Ortsteil wird zwar am häufigsten eingebrochen, dort wohnen aber auch die meisten Menschen. Setzt man die Zahl der Einbrüche in Relation zur Anzahl der Wohnungen, dann entfallen auf 1000 Wohneinheiten nicht mehr als vier bis sechs Einbrüche. Aus Sicht der Polizei ist damit noch alles im grünen Bereich. 

72 Einbrüche von Mai 2015 bis April 2016

Nach der jüngsten Polizeistatistik ist im Ortsteil Goethestraße  von Mai 2015 bis April 2016  72 mal eingebrochen worden. Er liegt damit auf Platz eins, gefolgt von den Ortsteilen Klushof (56), Geestendorf (48) und Mitte-Nord (41).

Es gibt auch eine andere Sichtweise

Setzt man die Zahl der Einbrüche jedoch ins Verhältnis zur Zahl der Einwohner in den einzelnen Bezirken, dann ergibt sich ein ganz anderes Bild. Nach dieser Sichtweise ist das Villenviertel Speckenbüttel mit 40 Fällen der am stärksten von Wohnungseinbruch betroffene Ortsteil.

Bulgaren mit 3,2 Prozent an Straftaten beteiligt

Das sich die starke Häufung von Zuwanderern im Goethe-Quartier maßgeblich auf die Kriminalstatistik auswirkt, lässt sich nach Auskunft von Polizeioberrätin Nadine Laue nicht behaupten. Um darüber überhaupt eine Aussage treffen zu können, hab man bereits die Zahlen von drei Jahren, nämlich von 2013 bis 2015 heranziehen müssen. Danach waren Bulgaren am Strafgeschehen mit 3,2 Prozent beteiligt, Polen mit 2,9 und Portugiesen mit 1,4 Prozent.  

Immer informiert via Messenger
Soll es Freiheiten für Geimpfte geben?
523 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger