Fruchthändler Olaf Dietzel stellt gemeinsam mit einem Orga-Team seit Jahren das Goethestraßen-Fest auf die Beine. Bisher wurde es aus dem Förderprogramm „Wohnen in Nachbarschaften“ (Win) bezahlt. In diesem Jahr gibt es allerdings Probleme.

Fruchthändler Olaf Dietzel stellt gemeinsam mit einem Orga-Team seit Jahren das Goethestraßen-Fest auf die Beine. Bisher wurde es aus dem Förderprogramm „Wohnen in Nachbarschaften“ (Win) bezahlt. In diesem Jahr gibt es allerdings Probleme.

Foto: van Veenendaal

Bremerhaven

Goethestraßen-Fest: Ärger um Win-Mittel

Von Susanne van Veenendaal
4. August 2018 // 14:30

Olaf Dietzel fühlt sich hingehalten. In sechs Wochen soll das Goethestraßen-Fest stattfinden. Doch der Weg zum Fördertopf, aus dem die Aktion in der Regel bezahlt wurde, war bis jetzt versperrt. Dietzel fürchtet, dass das Win-Programm diskret eingestampft werden soll.

Neue Struktur für die Vergabe

Win, das steht für „Wohnen in Nachbarschaften“. Die Stadt fördert mit diesem Programm Projekte und Aktionen, die das Leben und Arbeiten in den Stadtteilen verbessern und den sozialen Zusammenhalt der Bewohner stärken sollen. Allein für die Jahre 2018 und 2019 sind insgesamt 400 000 Euro im Topf, also im Prinzip 200 000 pro Jahr. Nur: Im aktuellen Jahr konnte noch kein einziger Antrag gestellt werden. Grund: Die Koordination des Win-Programms ist seit Kurzem nicht mehr beim Arbeitsförderungszentrum (AFZ) angesiedelt, sondern beim Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik. Prozedere und Struktur rund um die Win-Mittel-Vergabe müssen dort erst aufgebaut werden.

Organisation benötigt Vorlauf

Gemeinsam mit Jochen Hertrampf vom Kulturbüro der Stadt und Brigitte Hawelka, Leiterin der Quartiersmeisterei Lehe, bildet er das Organisationsteam des Goethestraßen-Festes. Seit 2010 stellen sie zwischen Frenssen- und Kistnerstraße eine Feier  auf die Beine. Bis auf 2016 wurde das interkulturelle Straßenfest aus Win-Mitteln bestritten. In diesem Jahr habe man jedoch überhaupt keinen Antrag stellen können, weil gar keine Fristen veröffentlicht worden seien, kritisiert Dietzel. Eine Katastrophe für die Planung. „Weil wir einen gewissen Vorlauf für die Organisation benötigen, müssen wir irgendwann eine feste Zusage haben“, erläutert er.

Plan B in der Hinterhand

Der Magistrat hat nun in einer Mitteilung die Termine und Ansprechpartner für die aktuelle Vergaberunde veröffentlicht. Dass der Prozess erst jetzt in Gang gesetzt wurde, dahinter stecke ganz gewiss kein Kalkül, betont Magistratssprecher Volker Heigemooser. Für das aktuelle Fest am Sonntag, 16. September, haben die Organisatoren aber sicherheitshalber einen Plan B entwickelt. Sollten keine Win-Mittel zur Verfügung stehen, springen Spender und Sponsoren ein, so Dietzel. Die Feier könne also auf jeden Fall stattfinden.  

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