Nebenerwerbslandwirt Jens Buerfeind kann sein Grundstück nur noch zum Teil bewirtschaften. Die tiefergelegene Wiese steht seit Wochen permanent unter Wasser. Katharina Schmitz, Sprecherin der Interessengemeinschaft „Wasserwerk Wulsdorf“, machte sich vor Ort ein Bild davon.

Nebenerwerbslandwirt Jens Buerfeind kann sein Grundstück nur noch zum Teil bewirtschaften. Die tiefergelegene Wiese steht seit Wochen permanent unter Wasser. Katharina Schmitz, Sprecherin der Interessengemeinschaft „Wasserwerk Wulsdorf“, machte sich vor Ort ein Bild davon.

Foto: Rabbel

Bremerhaven

Grundwasseranstieg: Betroffene Wulsdorfer schließen sich zusammen

Von Jürgen Rabbel
27. Juli 2016 // 08:00

Seit dem Ende der Trinkwasserförderung in Wulsdorf im Juni nehmen die Meldungen über feuchte Keller zu. Um einen Überblick zu bekommen, hat die Interessengemeinschaft "Wasserwerk Wulsdorf"  einen Betroffenenkreis gegründet. Nächstes Treffen ist am 24. August.

Grundwasser soll künstlich niedrig gehalten werden

Die Bürger haben Angst vor einem Wertverlust durch den erwarteten Grundwasseranstieg und davor, "dass ihre Häuser und Grundstücke nicht mehr zu verkaufen sind,“ sagt Katharina Schmitz, Sprecherin der Interessengemeinschaft.  „Wir fordern immer noch eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel, dass der Grundwasserstand künstlich niedrig gehalten wird.“

"Was soll ich mit dem Grundstück noch anfangen“,

Ständig unter Wasser steht inzwischen ein Grundstück zwischen Vieländer Weg und Im Weddel. "Was soll ich mit dem Grundstück noch anfangen“, fragt Nebenerwerbslandwirt Jens Buerfeind.  „Die feuchte Wiese kann ich so nicht bewirtschaften“, klagt er. Die Anwohner in der Nachbarschaft sorgen sich um die Bäume im Wasserwerkswald. Dort haben sich größere Wasserflächen gebildet. „Anfang Juli ist ein großer Baum auf einen Weg gestürzt. Einige Spaziergänger hatten die Stelle gerade passiert“, berichtet Schmitz. Weitere Bäume haben bedenkliche Schieflage.“

Wesernetz: Grundwasseranstieg zurzeit minimal

„Dem Hinweis, dass weitere Bäume in Schräglage sind, werden wir nachgehen“, betont Wesernetz-Sprecher Alexander Jewtuschenko. Bei dem sichtbaren Wasser an der Bodenoberfläche im Wald „handelt es sich, soweit wir das beurteilen können, um Oberflächenwasser. Das Grundwasser ist – laut unseren Messstellen im Wald – seit der Stilllegung der Brunnen nur minimal angestiegen.“

Immer informiert via Messenger
Weihnachten steht vor der Tür. Wie genießt ihr euren Klaben am liebsten?
6 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger