Das ist unsere Blaustraße: Die Anwohner (von links) Kim Gerriets, Anita Grasse, Nadine Brauckhof mit Sohn Philipp, Matthias Brauckhof, Walter Dieckelt, Inge Gerriets, Karin Schories,Petra Maas, Monika Hemme und Petra Janßen posieren auf der kleinen Wohnstraße am Südostrand von Surheide. Foto Ehrecke

Das ist unsere Blaustraße: Die Anwohner (von links) Kim Gerriets, Anita Grasse, Nadine Brauckhof mit Sohn Philipp, Matthias Brauckhof, Walter Dieckelt, Inge Gerriets, Karin Schories,Petra Maas, Monika Hemme und Petra Janßen posieren auf der kleinen Wohnstraße am Südostrand von Surheide. Foto Ehrecke

Bremerhaven

Gute Nachbarn: Wir wohnen gerne zusammen

Von nord24
6. November 2015 // 11:03

Für Großfamilien war die Blaustraße in den sechziger Jahren eine gute Adresse für staatlich geförderten Eigenheim-Bau. Noch heute wohnen dort, im Bremerhavener Stadtteil Surheide, eine Menge Nachkommen der Bauherren von einst. An ihrer Blaustraße mögen sie vor allem die ruhige Ortsrandlage mit ländlichem Flair und das zwanglose Miteinander mit den Nachbarn.

Viele Bewohner der Blaustraße haben selbst gebaut

Viele Bewohner der Blaustraße haben selbst gebaut

„Fast alles habe ich selbst gebaut“, sagt Walter Dieckelt und betrachtet das Schwarzweißfoto in seiner Rechten. Es zeigt den Rohbau seines Hauses in der Blaustraße. „1965 ist das Richtfest gewesen“, erinnert sich der 87-Jährige. Er ist der älteste Bewohner der kleine Straße am Westrand von Surheide. In der geht es heute ruhig zu. Das war nicht immer so. „Ende der sechziger Jahren waren wir 80 Kinder in der Straße“, berichtet Karin Schories (53). „Wir waren acht Kinder zu Hause“, ergänzt Inge Gerriets (55). Beide Frauen wohnen seit ihrer Geburt in der Blaustraße. Ruhig ging es zwischen den verklinkerten Bauten vor allem Silvester nicht zu: „Viele von uns arbeiteten bei Comet“, erzählt Inge Gerriets. Der Feuerwerkshersteller produzierte damals noch am benachbarten Vieländer Weg. Dank Mitarbeiter-Rabatt gab es für die Kinder Böller und Raketen in Massen. Entsprechend krachend und qualmend ging in der Blaustraße das neue Jahr an den Start.

Im Vieländer Weg um die Ecke hält der Bus

Die Verkehrsanbindung ist gut: Im Vieländer Weg um die Ecke hält der Bus. Südlich verläuft der Karlsweg. Zur Autobahnauffahrt Geestemünde sind es mit dem Auto drei Minuten. „Seit wir den Zubringer haben, hat der Verkehr stark zugenommen – das ist sehr gut zu hören“, bedauert Monika Hemme. „Auch die Autobahn ist mit Rauschen immer präsent“, pflichtet Inge Gerriets’ Sohn Kim (29) seiner Nachbarin bei. „Aber als richtig störend empfinde ich es nicht.“ Dass die Nebenstraße im Winter nicht immer gestreut ist, fand Kim Gerriets als Kind richtig gut: „Wenn die Eisschicht dick genug war, haben wir unseren Schäferhund vor den Schlitten geschnallt.“

Das Miteinander in der Blaustraße ist gut

Das Miteinander in der Blaustraße sei gut, sagen die befragten Bewohner übereinstimmend. „Im Sommer, wenn wir alle im Garten sind, sehen wir uns öfter als im Winter“, sagt Karin Schories. Um Straßen-Senior Walter Dieckelt kümmern sich alle ein wenig. Mit Blick auf die alten Fotos vom Richtfest sagt der: „Bei der Endabrechnung meinte der Architekt zu mir: ,In ein paar Jahren werden Sie ein Auto haben.‘ Da habe ich schnell noch eine Garage gebaut.“ Das amüsiert Monika Hemme: „Die Garagen von damals waren für den Käfer gedacht und sind heute alle zu klein – dass mein kleiner Toyota reinpasst, ist reines Glück.“ Die anderen Straßen in Bremerhaven, die wir in unserer großen Serie vorstellen, finden Sie in unserer Artikelsammlung.

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