Der Streit um das Grundstück für das geplante Hospiz geht in die nächste Runde.

Der Streit um das Grundstück für das geplante Hospiz geht in die nächste Runde.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Gute Nachricht für die Uralt-Bäume: Denkmalschützer kritisiert Hospizpläne

Von Thorsten Brockmann
14. Juni 2017 // 13:00

Nächste Runde im Streit um das geplante Hospiz hinter dem Gesundheitsamt in Lehe. Nun stößt es auch dem Landesdenkmalpfleger übel auf, dass für das Projekt elf zum Teil über hundert Jahre alte Bäume gefällt werden sollen. Blaulicht-Meldungen aus Bremerhaven und umzu gibt es auf nord24: bitte klicken

Landesdenkmalpfleger: Park ist ein eingetragenes Kulturdenkmal

Die mehr als 100 Jahre alten Gebäude seien mitsamt des ebenso alten Parks und seiner Bäume „ein eingetragenes Kulturdenkmal“, das besonderen Schutz genieße, sagt Landesdenkmalpfleger Prof. Dr. Georg Skalecki und urteilt: „Dort zu bauen, würde die Grünanlage zerstören oder wenigstens stark verändern.“ Das Landesamt für Denkmalschutz müsse nun abwägen, ob der Bau des Hospizes an dieser Stelle „zwingend notwendig“ sei.
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Oberbürgermeister Melf Grantz will nicht mit Macht an Grundstück festhalten

Die Dieckell-Gruppe als Investor will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu dem Vorhaben äußern, sondern erst Ende Juli zusammen mit Oberbürgermeister Melf Grantz. Der will dann verkünden, dass die Stadt nach jahrelangem Bemühen endlich ein Hospiz für Sterbenskranke erhält, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) es betreibt und Dieckell investiert. Aber heute bereits betont er, dass er nicht an dem in die Kritik geratenen Grundstück hänge. „Ich war immer davon ausgegangen, dass Betreiber und Investor dieses Grundstück wünschen“, sagt Grantz. „Mir kommt es aber darauf an, dass Bremerhaven ein Hospiz erhält.“

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