Die Hafenwirtschaft stellte die Beteiligung an dem Tiefwasserhafen infrage.

Die Hafenwirtschaft stellte die Beteiligung an dem Tiefwasserhafen infrage.

Foto: Scheer

Bremerhaven
Schiffe & Häfen

Hafensenatorin Schilling: Kein Schnellschuss zum Jade-Weser-Port

2. Dezember 2020 // 15:19

Soll das Land Bremen aus dem Jade-Weser-Port aussteigen? Hafensenatorin Claudia Schilling (SPD) warnte vor einem „Schnellschuss“.

Teurer Hafen

Der Wilhelmshavener Tiefwasserhafen, an dem die Länder Bremen und Niedersachsen beteiligt sind, braucht Geld. Anders als erwartet versandet die Zufahrt und muss für viel Geld ausgebaggert werden. Dazu kommen Kosten aus dem Rechtsstreit mit der Baufirma. Das Land Bremen muss nun zwei Millionen Euro zuschießen. Und zwar mit Mitteln, die eigentlich für die Modernisierung der Baggerflotte in Bremerhaven vorgesehen war. Die Hafenwirtschaft stellte deshalb die Beteiligung an dem Tiefwasserhafen infrage.

Überraschte Abgeordnete

Auch die Bürgerschaftsabgeordneten sind durch die Entwicklung überrascht worden. Sie verlangten umfassende Aufklärung. Die Hafensenatorin machte vor dem Landeshafenausschuss der Bürgerschaft deutlich, dass sie nichts überstürzen will. Sie versprach eine genaue Prüfung des künftigen Kapitalbedarfs und der Kosten, aber auch der Vorteile und der möglichen Ausstiegsszenarien. Sie will den umfassenden Bericht nun Mitte kommenden Jahres vorlegen. Er soll als Entscheidungsgrundlage dienen. (znn)

Was die Abgeordneten für Erwartungen an den Jade-Weser-Port haben, lest Ihr am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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