Die traditionsreiche Schichau-Seebeckwerft ist längst Geschichte. Der Industriebrache rund um die Riedemannstraße könnte jedoch eine blühende Zukunft bevorstehen.

Die traditionsreiche Schichau-Seebeckwerft ist längst Geschichte. Der Industriebrache rund um die Riedemannstraße könnte jedoch eine blühende Zukunft bevorstehen.

Foto: Heske

Bremerhaven

Havenwelten kommen auch nach Geestemünde

Von Christian Heske
29. Juli 2017 // 15:32

Die Entwicklung der Havenwelten in Mitte ist beinahe abgeschlossen. Aus Sicht von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) bietet sich jedoch auch in Geestemünde die Gelegenheit, die Stadt in Richtung Wasser zu entwickeln: Rund um die Riedemannstraße soll ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten entstehen. „Wir haben hier eine ähnliche Potenzialfläche wie die Havenwelten“, meint der OB.

Bremerhaven mit dem Wasser verbinden

Bei dem Gebiet zwischen Georgstraße und Werfthafen handelt es sich um eine der großen Industriebrachen der Stadt. Seit dem Niedergang der ehemaligen Schichau-Seebeckwerft liegen große Bereiche des Areals im Dornröschenschlaf. „Es geht darum, Bremerhaven an so vielen Stellen wie möglich mit dem Wasser zu verbinden“, sagt Grantz. Im Bereich des Handelshafens ist es gelungen, Wohnbebauung direkt am Wasser anzusiedeln. Auf der anderen Seite des Hafens will das Alfred-Wegener-Institut ein Technikum an der Klußmannstraße bauen und auch ehemalige Gebäude der Nordsee und der Deutschen See nutzen.

Gelände zum Wohnen und Arbeiten

Erhebliche ungenutzte Flächen existieren jedoch südlich im Bereich der Riedemannstraße. Doch auch für diese Areale gibt es grundsätzliche Vorstellungen. „Hier können wir ein neues urbanes Gelände entwickeln, in denen Wohnen und Arbeiten neue Perspektiven bieten“, sagt Grantz.  Auch die Eigentümer wollen zur Entwicklung des ehemaligen SSW-Werftgeländes beitragen. Gemeint sind die Investoren Karl Ehlerding und Dieter Petram. Ein bereits konkretes Projekt besteht darin, für Wissenschaftler des neuen Thünen-Instituts Möglichkeiten zum zeitlich befristeten Wohnen zu schaffen. Ein Kubus aus Stahl und Glas voller Büros und Wohnungen könnte zudem das SSW-Verwaltungsgebäude ersetzen.

Jachthafen für Freizeitboote

Weitere Ideen: Aus dem Werfthafen könnte ein Jachthafen werden. „Wir reden da aber über Freizeitboote, nicht über Kreuzfahrtschiffe“, betont Grantz. Ebenfalls investieren möchte die Städtische Wohnungsgesellschaft (Stäwog), die über zahlreiche Häuser entlang der Georgstraße verfügt. Zudem ist die Schaffung zusätzlicher Wohnungen rund um die Ellhornstraße möglich. Um das neue Quartier mit Geestemünde zu verknüpfen, sind zusätzliche Querverbindungen angedacht. Eine grundlegende politische Entscheidung für das Quartier ist mit dem Beschluss zum Neubau des Polizeireviers Geestemünde an der Georgstraße neben dem McDonald’s-Restaurant bereits gefallen. Der Baustart ist für 2020 vorgesehen.

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