Ein massiver Gletscher zeigt sich bei Pond Inlet, in der kanadischen Arktis. Die Schneemengen auf der Nordhalbkugel sind laut einer Studie in den vergangenen 40 Jahren in Nordamerika deutlich stärker zurückgegangen als in Eurasien.

Ein massiver Gletscher zeigt sich bei Pond Inlet, in der kanadischen Arktis. Die Schneemengen auf der Nordhalbkugel sind laut einer Studie in den vergangenen 40 Jahren in Nordamerika deutlich stärker zurückgegangen als in Eurasien.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bremerhaven

Historisch wenig Meereis in der Arktis

Von nord24
27. Juli 2020 // 18:00

Wissenschaftler haben seit Beginn der Juli-Satellitenmessungen in der Arktis noch nie so wenig Meereis wie derzeit registriert. Besonders weit habe sich das Eis vor der sibirischen Küste zurückgezogen, teilten Polarforscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes am Montag mit.

40 Prozent mehr eisfreier Ozean

In der russischen Arktis seien rund eine Million Quadratkilometer Ozeanfläche weniger von Meereis bedeckt als im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre. "Das entspricht etwa 40 Prozent mehr eisfreiem Ozean", sagte der Bremer Umweltphysiker Gunnar Spreen.

Schnee bereits früh im Jahr geschmolzen

Eine Warmluftzelle über dieser Region habe im Juni die Wetterlage in der Arktis dominiert und Temperaturen weit über dem langjährigen Durchschnittswert hervorgerufen, bilanzierten die Forscher. In der Folge sei der Schnee bereits früh im Jahr geschmolzen, und die sibirischen Permafrostböden hätten zu tauen begonnen.

Zehn Grad Celsius über dem Mittelwert

Seit Anfang Juli liege eine Hochdruckzelle mit überdurchschnittlich warmen Temperaturen über der zentralen Arktis. Sie lägen bis zu zehn Grad Celsius über dem Mittelwert. Als eisfrei betrachten die Wissenschaftler solche Bereiche, in denen weniger als 15 Prozent des Ozeans von Meereis bedeckt sind.

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