Neuer Hubschrauberlandeplatz geplant

Zu weit weg: Der Hubschrauberlandeplatz liegt nicht direkt am Klinikum Reinkenheide und soll künftig auf dem Dach neu gebaut werden. Foto Scheer

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Bremerhaven

Hubschrauberlandeplatz für Schwerstverletzte zu weit weg

Von Denise von der Ahé
17. Dezember 2015 // 07:00

Das Klinikum Reinkenheide will 2016 für mehrere Millionen Euro einen neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Klinikdach bauen. Nötig wird der Neubau, um beispielsweise sehr schwer verletzte Hafenarbeiter oder Mitarbeiter der Offshore-Branche nach einem Unfall umfangreich versorgen zu dürfen.

80 Schwerstverletzte mussten verlegt werden

Im vergangenen Jahr mussten nach Klinikangaben etwa 80 von insgesamt 500 Schwer- oder Schwerstverletzten nach der Erstversorgung in andere Krankenhäuser verlegt werden, weil der Hubschrauberlandeplatz nicht direkt am Klinikum liegt und damit die Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherung nicht erfüllt werden. Derzeit muss der Patient nach der Landung zunächst in einem Krankenwagen in die Notaufnahme gebracht und mehrfach umgelagert werden.

Hubschrauberlandeplatz muss nah am Schockraum sein

Die gesetzliche Unfallversicherung hat 2013 die Bedingungen verschärft, unter denen Krankenhäuser Schwerstverletzte versorgen dürfen. Dabei geht es um Menschen, die auf dem Weg zur oder von der Arbeit oder während des Jobs verunglücken. Kliniksprecher Sebastian Dost betont, dass alle Schwerstverletzten, die keinen Arbeitsunfall haben, nach wie vor in Reinkenheide versorgt werden. Nach den Kriterien der Berufsgenossenschaften muss ein Hubschrauberlandeplatz in räumlicher Nähe zum Schockraum vorhanden sein, was in Reinkenheide nicht der Fall ist.

Schwerstverletzte werden nach Bremen gebracht

Das führt dazu, dass sehr schwer verletzte Personen direkt in andere Kliniken nach Bremen-Mitte oder Rotenburg gebracht oder dorthin verlegt werden müssen, sobald sie transportfähig sind. Andernfalls kann es passieren, dass die Berufsgenossenschaften weniger oder gar nicht zahlen.

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