Dieser niedliche Welpe sollte im Internet verkauft werden.

Dieser niedliche Welpe sollte im Internet verkauft werden.

Foto: Screenshot: Vier Pfoten

Bremerhaven

Illegaler Welpenhandel in Bremerhaven aufgedeckt

Von Thorsten Brockmann
4. April 2017 // 20:29

Veterinäre haben in Bremerhaven zwei Hundebabys sichergestellt: Die aus Serbien eingeschleusten Tiere sollten übers Internet verkauft werden viel zu klein und nicht geimpft. Für Käufer könnte das gefährlich werden. 

Tierschützer warnen vor "Tiermafia"

Tierschützer warnen vor einer "Tiermafia", die europaweit aktiv ist. Der illegale Handel mit Hundewelpen sei ein lohnendes Geschäft. Hinter Waffen- und Drogengeschäften sollen die Erlöse bereits an dritter Stelle von organisierter Kriminalität stehen.

Preis: 1700 Euro

In Bremerhaven wurden ein Husky und ein Shi Tzu beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht. Die Hunde wurden für insgesamt 1700 Euro in Internet-Kleinanzeigen angeboten. Die Behörden hatten den Hinweis von der Tierschutz-Stiftung "Vier Pfoten" erhalten. Die Welpen waren gerade einmal acht Wochen alt und vor allem: nicht gegen Tollwut geimpft, weil sie dafür noch zu jung sind.  Tollwut gilt in Deutschland als ausgerottet, aber nicht in vielen osteuropäischen Ländern, aus denen die Hunde geholt werden.

Monatelang im Tierheim

Der Husky und der Shi Tzu werden mehrere Monate in Quarantäne bleiben müssen, um sie zu impfen und danach sicherzustellen, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Die Amtstierärzte in Bremerhaven und Bremen warnen davor, Hunde ohne Papiere im Internet zu kaufen.  

Immer informiert via Messenger
Sind die Beschränkungen für Privatfeiern richtig?
108 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger