Staatsanwaltschaft immer stärker belastet

Staatsanwälte im Land Bremen bekommen seit 2014 immer mehr Akten auf den Schreibtisch.

Foto: von der Ahé

Bremerhaven

Immer mehr Fälle pro Staatsanwalt

Von Denise von der Ahé
11. Mai 2016 // 15:35

Immer mehr Ermittlungsverfahren, aber dafür zu wenig Staatsanwälte: Der Leitende Oberstaatsanwalt Janhenning Kuhn hat am Mittwoch mehr Personal gefordert. Die Staatsanwaltschaft in Bremerhaven und Bremen brauche mehr Personal, um den steigenden Aufgaben gerecht werden zu können.  Die Strafverfolgungsbehörde brauche insgesamt sechs neue Mitarbeiter, um die steigende Zahl an Ermittlungsverfahren zu bewältigen. Im Vergleich zum Vorjahr mussten 2015 zehn Prozent mehr Fälle bearbeitet werden. Dabei geht es um die Ermittlungsverfahren, in denen ein Tatverdächtiger oder Beschuldigter gefunden wird. Im laufenden Jahr rechnet die Staatsanwaltschaft mit mehr als 66.000 zu bearbeitenden Ermittlungsverfahren. Hinzu kommen nochmal knapp 56 000 Fälle, in denen kein Täter ermittelt werden kann. Solche Verfahren sind für die Staatsanwaltschaft weniger aufwendig.

Staatsanwalt: Mehr Betrug und Untreue

Mehr Ermittlungsverfahren gibt es vor allem bei Betrugs- und Untreuedelikten, bei Diebstahl und Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht. Kuhn führt den Anstieg vor allem darauf zurück, dass aufgrund der Zuwanderung mehr Menschen im Land Bremen leben. Wo mehr Personen lebten, seien auch per se mehr Straftaten möglich.
"Wenn Straftaten nicht schnell genug verfolgt werden können, geht das zu Lasten des Bürgers", sagte Kuhn.

Immer informiert via Messenger
Würdest du dir die Haare selbst schneiden?
759 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger