Der Angeklagte wurde in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Der Angeklagte wurde in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Foto: von der Ahé

Bremerhaven

In Bremerhaven auf Ex-Freundin eingestochen: Mehr als vier Jahre Haft

Von Denise von der Ahé
19. Juli 2018 // 14:01

Ibrahim Ö. stach im November in der Altonaer Straße in Bremerhaven mindestens sechs Mal zu - ins Gesicht, in den Hals und in den Oberkörper seiner Ex-Freundin. Die Frau überlebte schwer verletzt. Wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verurteilte das Bremer Landgericht den 45-Jährigen am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten.  

Angeklagter vermutete Affäre

Auch seinen Bruder hatte er aus Eifersucht mit einem Schaschlik-Spieß verletzt. Denn Ibrahim Ö. war von der Vorstellung getrieben, dass sein Bruder ein Verhältnis mit seiner Ex-Freundin hatte. Der Bruder bestritt das jedoch bis zuletzt. Der Angeklagte kam nicht mit dem Ende der Beziehung zu seiner Ex-Freundin klar.

Es sollte nur ein Denkzettel sein

Am 10. November 2017  stach der Mann auf seine Ex-Freundin ein. Die saß im Auto am Straßenrand. Ibrahim Ö. hörte erst auf zuzustechen, als Zeuginnen hinzukamen. Der Angeklagte hatte vor Gericht betont, er habe seine Ex-Partnerin nicht töten wollen.

Angeklagter war geständig und psychisch krank

Strafmildernd wirkte sich laut Gericht aus, dass der Angeklagte unter Depressionen litt. Außerdem sei er geständig gewesen und habe die Zeuginnen gebeten, einen Krankenwagen zu rufen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung gefordert.

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