Sandra Bröring ist die neue  Integrationsbeauftragte der Stadt.  Foto Schimanke

Sandra Bröring ist die neue Integrationsbeauftragte der Stadt. Foto Schimanke

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Integration - wie funktioniert das bloß?

Von Susanne Schwan
29. Dezember 2015 // 15:10

3000 Flüchtlinge, 5400 Zugewanderte vor allem aus Osteuropa und eine nicht erfasste, unübersehbare Zahl von Einwohnern mit ausländischen Wurzeln: Sie alle sollen im städtischen Leben verankert, darin eingebunden sein, von der Kita über den Arbeitsplatz bis zur Pflege im Alter. Wie und mit welchen Mitteln – das soll ab sofort Sandra Bröring analysieren, steuern, begleiten: Als neue städtische Koordinatorin für Integration und Chancengleichheit braucht sie den Durch- und Überblick. Seit vier Wochen ist die unbefristete Stelle am Sozialressort, die lange verwaist war, nun mit der 33-Jährigen besetzt, „unter neuen Herausforderungen durch die Asylbegehrenden“, betont Sozialamtsleiterin Astrid Henriksen. Sandra Bröring, geboren nahe Vechta, ist Migrationswissenschaftlerin und bringt fünf Jahre Erfahrung als Beauftragte für das Integrationsprogramm der Stadt Nürnberg mit nach Bremerhaven.

Sie soll als Navigator alle Aufgaben steuern

Hier fungiert sie nicht etwa als Anlaufstelle für tausende Migranten, sondern als „Navigator“ für alle Organisationen und Behörden. „Ziel ist, eine Steuerungsstruktur zu entwickeln, um das städtische Integrationskonzept von 2013 umzusetzen und weiter zu entwickeln.“

In Bremerhaven leben rund 15000 Migranten

In Bremerhaven leben – Stand 31. Dezember 2014 – gut 15 000 Menschen aus 160 Nationen. Für 2016 rechnet die Stadt mit weiteren 2400 Asylsuchenden und rund 7000 osteuropäischen Zuwanderern.

Wo  etwas neu oder anders gemacht werden muss

„Ich sehe schon in der bisher kurzen Zeit“, so Bröring, „dass hier unheimlich viel für die Integration gemacht wird, von der kleinen ehrenamtlichen Initiative bis zu hauptamtlichen Aufgaben. Um heraus zu finden, wo es welchen Handlungsbedarf gibt, bin ich mit allen Ämtern, allen Akteuren aus Wirtschaft und Politik, Beratungsstellen, Arbeitskreisen, Netzwerken aus Kirche, Vereinen, Gruppen, freien Trägern im dauernden Austausch.“

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