Das Vorbereitungsteam der Jugendkonferenz mit Vertretern von Stadtjugendring, Jugendwerk der Awo, den Fishtown-Falken und dem Amt für Jugend und Familie ist begeistert von der Resonanz. Alle Themen werden der Politik übermittelt.

Das Vorbereitungsteam der Jugendkonferenz mit Vertretern von Stadtjugendring, Jugendwerk der Awo, den Fishtown-Falken und dem Amt für Jugend und Familie ist begeistert von der Resonanz. Alle Themen werden der Politik übermittelt.

Foto:

Bremerhaven

Jugendkonferenz: Bremerhaven muss Probleme anpacken

Von Susanne Schwan
2. Oktober 2017 // 07:00

Sie fordern mehr Sozialarbeiter, billigere Bus-Tickets, mehr Freizeitspaß, weniger Mobbing.  Zur ersten großen Jugendkonferenz haben sich Bremerhavener aus der ganzen Stadt einen Tag lang die Köpfe heiß diskutiert. Was braucht die Stadt, um Jugendlichen von 12 bis 20 ein gutes Lebensgefühl zu geben? Die Liste der Themen, die sie an die Politik weitergeben, ist lang.

Busfahren zu teuer

Bayan wünscht sich  mehr Busse und bezahlbare Fahrkarten. "Wer keine Schülerkarte hat und noch nicht in einer Ausbildung ist, fällt durchs Netz", sagt der 15-Jährige. "2,50 Euro pro Fahrschein, das ist zu teuer für Taschengeld." außerdem seien die Busse immer viel zu voll." Denn auf Busse sind viele angewiesen, um dahin zu kommen, wo was Interessantes los ist.

Mehr Lasertag-Anlagen

"Nicht jeder will mit dem Rad los", betont Torben (17). "Und es gibt ja auch nur eine Lasertag-Anlage und überhaupt keine Jugend-Discothek", ergänzt Sonja (17). Außerdem sei der Eintritt in die Laser-Anlage auch zu hoch. Und wer nicht gerade für Sport brennt, vermisst  mehr Freizeit-Angebote außerhalb der städtischen Freizeittreffs, sagt Rebecca.

Zusätzliche Sozialarbeiter

Doch den Jungs und Mädchen ging es am Sonnabend beim Stadtjugendring im Haus der Jugend gar nicht bloß um den Spaßfaktor. Da wurde sehr ernsthaft über Probleme geredet. "Es gibt zu wenig Sozialarbeiter an den Schulen", betont nicht nur Janine (16). "Es wird so viel gemobbt. Aber keiner guckt hin."

"Es wird zu viel gemobbt"

Nicklas nickt. "Die Lehrer gehen vorbei und denken, das ist bloß Spaß, wenn sich welche prügeln", sagt der 12-Jährige. Auch von den üblichen Streitschlichtern ist er gar nicht überzeugt. "Die sagen, entschuldigt euch. Dann machen die das. Und dann wird sofort weiter gemobbt."

Idee zur Tafel

Kritik ist das eine - die kreative Suche nach Lösungen das andere. An Ideen mangelt es den Jugendlichen nicht. Giulietta zum Beispiel wünscht sich eine "Kinder-und-Jugend-Tafel". Dort soll es kostenlose Lebensmittel geben, die Jugendliche gern mögen. "Und die dann vor Ort gleich lecker gekocht und aufgetischt werden", hofft die 16-Jährige auf Mitstreiter. Wo und mit wem so eine "kleine" Tafel installiert werden kann, wird demnächst erarbeitet.

Nächster Workshop geplant

Denn die Jugendkonferenz war erst der Auftakt, sagt Jugendbildungsreferentin Sara Appelhagen. "Am 24. Oktober laden wir alle Jugendlichen, auch die, die noch nicht hier waren, zu einem nächsten Workshop ein." Dann geht es im Haus der Jugend an der Rheinstraße um weitere Ideen und das Aufteilen von Projektgruppen.

Jugendkonferenz: Bremerhaven muss Probleme anpacken

Die Jugendlichen zwischen 12 und 20 diskutieren, bis die Köpfe rauchen. Viel Kritik wird notiert und viele Ideen zum Verbessern kommen auf die Listen.

Foto:

Immer informiert via Messenger

Ist es die richtige Entscheidung, dass der Weihnachtsmarkt 2020 in Bremerhaven stattfinden darf?

1534 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger