Die "Schulschiff Deutschland" an ihrem Liegeplatz in Bremen-Vegesack.

Die SPD in Aumund-Vegesack ist sauer auf den Bremerhavener Oberbürgermeister.

Foto: Archiv

Bremerhaven

„Kannibalismus“-Vorwurf: OB Grantz in der Schusslinie

16. Dezember 2020 // 07:00

Die Vegesacker SPD wirft Bremerhavens OB „feindliche Abwerbeversuche“ vor, um die „Schulschiff Deutschland“ in die Seestadt zu locken.

Unsolidarischer Akt

Der Vorstand der SPD Aumund-Vegesack macht Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) schwere Vorwürfe. Er spricht in einer Erklärung von einem „unsolidarischen Akt“ und „Kannibalismus“. Sowohl der Senat als auch der Magistrat hatten dem Vegesacker Schulschiffverein Angebote unterbreitet, die ihm helfen sollen, das Vollschiff auch weiterhin aus eigener Kraft unterhalten zu können. Bremerhaven bot die kostenlose Überführung des Schiffs von Vegesack nach Bremerhaven an und die Herrichtung eines Premium-Liegeplatzes im Neuen Hafen.

Schiff verrotten lassen

„Mit Verwunderung wird von der SPD Aumund-Vegesack das Angebot Bremerhavener SPD-Oberbürgermeisters zur Kenntnis genommen, mit erheblichen kommunalen Mitteln das Schulschiff Deutschland abzuwerben“, heißt es in einer Erklärung. Und: „Nachdem man einen Segler im Hafen hat verrotten lassen, kommt ihm dieses Angebot als Ersatz gerade recht“, heißt es mit Blick auf die marode „Seute Deern“.

An welche Bremer Vorleistungen die Vegesacker den Schulschiffverein erinnern, lest Ihr am Mittwoch in der NORDSEE-ZEITUNG.

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