Parkinson-Patienten beim Karate-Training.

Parkinson-Patienten beim Karate-Training.

Foto: NZ

Bremerhaven

Karate-Training hilft diesen Bremerhavener Parkinson-Patienten

Von Ursel Kikker
23. April 2018 // 19:00

Sie hätten sich nie träumen lassen, einmal zum Karate zu kommen. Doch 10 bis 15 Parkinson-Patienten gehen regelmäßig zum Training beim Geestemünder Turnverein. Karate hilft ihnen in vielerlei Hinsicht.

Nervenzellen sterben ab

Bei der Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn ab. In der Folge entwickeln sich typische Symptome. Dazu zählen Bewegungsverlangsamung, Muskelversteifung und vor allem das Zittern.

Training für Gleichgewicht und Motorik

Trainer Manfred Schramm führt seine Gruppe behutsam an typische Karate-Bewegungen heran. Es geht nicht um Gürtel und Wettkämpfe. Wenn die Teilnehmer auf einem Bein stehend einen Kick mit dem Fuß ausführen, trainieren sie Dinge wie Gleichgewicht, Koordination und Motorik.

Patienten sind zufrieden

Die Patienten erzählen, dass ihnen das Training gut tut. Sie wissen auch die Gruppe zu schätzen. Ärzte, die selbst Karatesportler sind, betreuen die Gruppe. Dr. Holger Honig, Neurologe am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide, begleitet das Ganze mit einer wissenschaftlichen Studie. Er will auch herausfinden, welchen Effekt das Training auf die Lebensqualität der Patienten hat. Trainiert wird immer donnerstags ab 18 Uhr in der Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule.

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