Ein 13-jähriger Junge wurde mit einer täuschend echt aussehenden Waffe von einer Lehrerin erwischt.

Ein 13-jähriger Junge wurde mit einer täuschend echt aussehenden Waffe von einer Lehrerin erwischt.

Foto: Symbolfoto: Burgi/dpa

Bremerhaven

"Keine Bagatelle": 13-Jähriger vor Lloyd Gymnasium mit Pistole erwischt

Von Susanne Schwan
7. Dezember 2016 // 17:30

Ein Schüler des Lloyd Gymnasiums hat am Mittwochmorgen auf der Bogenstraße vor der Schule eine Waffe aus der Tasche gezogen. Eine Lehrerin hat besonnen reagiert und ihm die Pistole abgenommen. Zeugen haben diese Szene beobachtet. Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich um eine täuschend echt aussehende Softairwaffe. Dennoch nimmt die Schulbehörde den Vorfall sehr ernst.

Keine Bagatelle

"Wir reden hier ja nicht von einer Bagatelle", betont Schulstadtrat Michael Frost auf Nachfrage der Nordsee-Zeitung, die von Augenzeugen informiert worden ist. Offenbar habe der 13-Jährige die realistisch wirkende Handfeuerwaffe lediglich einem Freund zurückgeben wollen.

Sofort Polizei eingeschaltet

Das habe, so Frost, eine Lehrerin gesehen. "Sie hat besonnen und souverän reagiert", bescheinigt Frost. Die Polizei sei sofort benachrichtigt worden. Dieser "absolute Einzelfall" sei ein Beispiel dafür, dass die Präventionsarbeit  zwischen Lehrkörper, Polizei und Schulaufsicht sehr gut funktioniere.  "Wir haben auch sofort Kontakt mit den Eltern aufgenommen", so Frost. Denn auch eine "Anscheinwaffe" habe nichts in der Schule zu suchen.

Verstoß gegen Waffengesetz

Da  Softairwaffen ab 14 Jahren an Jugendliche frei verkäuflich sind, wird gegen den 13-Jährigen ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Das heißt, er muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Schule leitet ein Disziplinarverfahren ein. Frost: "Wir klären erst sehr genau alle Hintergründe. Dann wird entschieden, ob der Junge äußerstenfalls das Lloyd Gymnasium verlassen muss."

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