Im Klinikum Reinkenheide werden keine Organe mehr entnommen.

Im Klinikum Reinkenheide werden keine Organe mehr entnommen.

Foto: Kalaene/dpa

Bremerhaven

Keine Organspenden mehr im Klinikum Reinkenheide

Von Denise von der Ahé
12. Dezember 2016 // 18:00

Seit der Panne bei einer Organentnahme im Klinikum Reinkenheide vor zwei Jahren hat es im städtischen Krankenhaus keine Organspenden mehr gegeben. Rund 60 Empfänger dürften dadurch vergeblich auf ein Organ gewartet haben. Denn aus Angst vor den Folgen will seitdem niemand in Reinkenheide mehr Organe entnehmen und eine Hirntod-Diagnostik machen.

Organentnahme bei Patientin abgebrochen

Im Dezember 2014 war bei einer hirntoten Patientin eine Organentnahme abgebrochen worden. Als der Bauch der Patientin bereits aufgeschnitten war, soll ein Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) den Eingriff gestoppt haben. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission stellte später fest, dass die Patientin zweifelsfrei hirntod gewesen sei.

Drei Gründe für einen Organspendeausweis

  1. Mehr Kontrollen, strengere Richtlinien: Wer in Deutschland ein Organ spendet, kann davon ausgehen, dass ein Patient profitiert, der dringend auf die Hilfe angewiesen ist.
  2. Wenn Du einen Organspendeausweis besitzt, nimmst Du den Angehörigen die Pflicht, im Ernstfall eine Entscheidung über die Entnahme treffen zu müssen
  3. Klingt hart: Aber auch Du kannst in eine Situation kommen, in der Du ein Spenderorgan benötigst.

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