Dr. Katja Baake (links) kitzelt Bens Finger mit einem „Kitzelbagger“. Das dient der Entspannung des kleinen Patienten. Es assistiert Helferin Noura Abou-Chlaih. Jenna Kück (rechts), Bens Mutter, ist auch dabei.

Dr. Katja Baake (links) kitzelt Bens Finger mit einem „Kitzelbagger“. Das dient der Entspannung des kleinen Patienten. Es assistiert Helferin Noura Abou-Chlaih. Jenna Kück (rechts), Bens Mutter, ist auch dabei.

Foto: Hermann Stehn

Bremerhaven

Kinderzahnärztin setzt zur Beruhigung auf Hypnose

Von nord24
16. Dezember 2017 // 16:30

Dr. Katja Baake berührt den rechten Zeigefinger des fünfjährigen Ben mit dem sogenannten Kitzelbagger. Das gehört bei Kindern zu ihren Behandlungsmethoden. Die Bremerhavener Zahnärztin hat sich besonders auf die Behandlung von jungen Patienten eingestellt. Dafür absolvierte sie sogar eine Ausbildung in zahnärztlicher Hypnose. „Kinder haben eine viel größere Fantasie, deshalb gelingt es schneller, sie in einen leichten Hypnosezustand zu versetzten“, berichtet die Zahnärztin. „Wir entführen sie in eine andere Welt, indem wir ganz nebenbei Geschichten erzählen“, erläutert sie ihre Methode. Was bei Kindern gut funktioniert, eignet sich dabei auch sonst für Angstpatienten.

Mit der richtigen Sprache fängt es an

Die richtige Behandlung fängt schon bei der Sprache an. „Ich verwende dabei niemals die klassischen Sätze, wie ,es tut nicht weh‘ oder ,Du brauchst keine Angst zu haben‘“, erzählt Baake. Denn mit derartigen Sätzen seien im Gehirn die Assoziation verbunden, dass es tatsächlich weh tun könnte. „Du kannst was merken“ oder „es kann etwas drücken“, lauten ihre Worte. (stn)

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