Niels Högel im Gerichtssaal.

Niels Högel im Gerichtssaal.

Foto: Assanimoghaddam/dpa

Bremerhaven

Klinikmörder Niels Högel dachte nicht ans Aufhören

Von nord24
8. März 2019 // 18:00

Der verurteilte Patientenmörder Niels Högel hat zwischen seinen Taten nicht ans Aufhören gedacht. Er sei zwar zeitweise vorsichtig geworden, um nicht entdeckt zu werden, sagte der 42-Jährige am Freitag im Mordprozess vor dem Landgericht Oldenburg.

Später höheres Risiko

Später habe er jedoch nicht mehr groß auf die Auswahl der Patienten geachtet, denen er Medikamente spritzte. In seiner letzten Zeit im Delmenhorster Klinikum sei er schließlich ein höheres Risiko eingegangen.

Viel Alkohol getrunken

"Ich wollte endlich aufhören und erwischt werden", schilderte Högel die Phase, bevor er von einer Pflegerin auf frischer Tat ertappt worden war. In diesem Zeitraum habe er auch viel Alkohol getrunken, allerdings nach dem Dienst und damit ohne Auswirkungen auf seine Arbeit.

Bereits lebenslange Haft

Die Staatsanwaltschaft hat den Ex-Krankenpfleger wegen Mordes an 100 Patienten an den Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg angeklagt. Sie wirft ihm vor, seine Opfer mit verschiedenen Medikamenten zu Tode gespritzt zu haben. Wegen des Todes von sechs Patienten auf der Delmenhorster Intensivstation hatte das Landgericht Oldenburg den Mann bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. (lni)

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