Auf dem Organspendeausweis kann man ankreuzen, ob man zustimmt. Auch ein Nein kann markiert werden.

Auf dem Organspendeausweis kann man ankreuzen, ob man zustimmt. Auch ein Nein kann markiert werden.

Foto: Ebener/dpa

Bremerhaven

Klinikum Bremerhaven: Nach langer Pause wieder Organspenden

Von Denise von der Ahé
23. Dezember 2018 // 11:00

Im Klinikum Reinkenheide gab es zum ersten Mal seit vier Jahren wieder zwei Organspenden. Grund für die lange Pause: Ein Mediziner der Deutschen Stiftung Organtransplantation hatte eine Organentnahme wegen eines nicht ganz ausreichenden Wertes gestoppt.

Widerspruchslösung bringt nichts

Am Hirntod der Frau bestand damals jedoch kein Zweifel. Die Mitarbeiter fühlten sich zu Unrecht kritisiert. Daraufhin organisierte das Klinikum die Abläufe neu. "Eine Widerspruchslösung würde aus meiner Sicht nicht eine Organspende mehr bringen", sagt der Transplantationsbeauftragte des Klinikums Reinkenheide, Chefarzt Dr. Helmut Ackermann.

Wille des Patienten ist entscheidend

Bei der aktuell diskutierten Widerspruchslösung dürfen im Falle eines Hirntods Organe entnommen werden. Es sei denn, der Patient hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen. Derzeit gilt in Deutschland aber die erweiterte Zustimmungslösung: Danach muss der Patient seine Einwilligung gegeben haben. Oder der Wille des Patienten muss mit Hilfe der Angehörigen ermittelt werden.

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