Dumm gelaufen: Mit dem Schmuggel von Kokain wollten sie das große Geld machen. Tatsächlich haben die Angeklagten nur das ruiniert, was sie sich mühsam aufgebaut hatten.

Mit dem Schmuggel von Kokain wollten sie das große Geld machen. Tatsächlich haben die Angeklagten nur das ruiniert, was sie sich mühsam aufgebaut hatten.

Foto: Scheer

Bremerhaven
Justiz

Kokainschmuggel: Hafenarbeiter verliert Job und Freunde

Von Klaus Mündelein
18. November 2016 // 19:00

Obwohl er in seiner Jugend viel Blödsinn verzapft hatte, baute sich der 41-jährige Angeklagte im Kokainprozess doch ein gutes Leben mit Job, guter Bezahlung, Eigenheim, Ehefrau und Freunden auf. Den Arbeitsplatz ist der Hafenarbeiter nun los, und etliche Freunde haben sich abgewandt. Im Kokainprozess müssen die Angeklagten die Hosen herunterlassen: Ihr bisheriges Leben wird aufgerollt, alle Höhen und Tiefen. Der Älteste unter den vier Angeklagten hat zwar die geringste Strafe zu erwarten, aber für die dumme Tat muss er dennoch einen hohen Preis bezahlen.

Hafenarbeiter hilft bei Zugang zum Hafen

Weil er den Schmugglern den Zutritt zum Hafen ermöglicht hatte, kassierte der Hafenarbeiter 2500 Euro. Nachdem alles aufgeflogen war, verlor er seinen Job im Hafen, der ihm bis zu 2600 Euro netto eingebracht hatte. Geld, dass zur Finanzierung des Familienhauses gebraucht wurde.

Suche nach neuem Job in Windkraftbranche

Jetzt sucht er einen neuen Job, da er wohl mit einer Bewährungsstrafe davonkommen wird. Aber als Hafenarbeiter stellt ihn wohl niemand mehr ein. Er bewirbt sich bei Firmen der Windkraftbranche.  

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