Claudia Marhenke-Maybaum (links) und Hella Schröder engagieren sich im Verein Lichtblicke. Seit Kurzem treffen sich dort auch von Hautkrebs Betroffene zum Gedankenaustausch.

Claudia Marhenke-Maybaum (links) und Hella Schröder engagieren sich im Verein Lichtblicke. Seit Kurzem treffen sich dort auch von Hautkrebs Betroffene zum Gedankenaustausch.

Foto: Lammers

Bremerhaven

Kostenloses Hautscreening kann Leben retten

Von nord24
4. März 2017 // 13:44

Versicherte im Alter ab 35 Jahren haben  die Möglichkeit der  kostenlosen Hautkrebsvorsorge. Die Krankenkassen bezahlen die Untersuchung alle zwei Jahre. Darüber hinaus bieten die unterschiedlichen Kassen zum Teil noch verschiedene Zusatzleistungen an. Bei der AOK Bremen/Bremerhaven beispielsweise gibt es das Hautscreening bereits ab dem 16. Lebensjahr. Die BKK Mobil Oil verspricht die Kostenübernahme für ein jährliches Hautkrebsscreening für alle Versicherten ab 18 Jahren. Und Versicherte der Techniker Krankenkasse können bereits ab 20 Jahren alle zwei Jahre an einem Hautkrebs-Screening teilnehmen. In einigen Bundesländern sogar bereits im Alter von 15 Jahren.

Beim schwarzen Hautkrebs zählt jede Minute

„Die Untersuchung ist absolut schmerzfrei. Der Hautarzt untersucht dabei mit einer Lichtlupe den gesamten Körper nach auffälligen Veränderungen an der Haut“, beschreibt Claudia Marhenke-Maybaum das Vorgehen. Dabei zähle gerade beim schwarzen Hautkrebs jede Minute.  Im Hautzentrum des Klinikums Reinkenheide betreut sie Betroffene als Psychoonkologin. Mit ihrem Wissen steht sie auch den Mitgliedern des Vereins Lichtblicke zur Seite. Dort trifft sich seit Februar diesen Jahres auch eine Hautkrebsgruppe zum Erfahrungsaustausch.

Zahl der Erkrankten steigt stetig

Die Zahl der Betroffenen steige stetig, sagt Claudia Marhenke-Maybaum. Eine Analyse der Krankenkasse Barmer GEK bestätigt das. Danach habe es beim schwarzen Hautkrebs im Jahr 2012 rund 60 Prozent mehr Diagnosen gegeben als 2005. Noch erheblich stärker habe der weiße Hautkrebs zugenommen. „Der helle Hautkrebs ist jedoch gut heilbar“, so Claudia Marhenke-Maybaum.

Kindern immer eine Kopfbedeckung mitgeben

Gerade mit Blick auf ihren eigenen Leidensweg beobachtet Hella Schröder mit Unbehagen, wie sorglos manche Eltern mit dem Thema Sonnenschutz in Bezug auf ihre Kinder umgingen. Sie selber arbeitet als Betreuungskraft in einer Bremerhavener Grundschule: „Man kann gar nicht oft genug an die Eltern appellieren, ihre Kinder vor der Schule gut und mit einem hohen Lichtschutzfaktor einzucremen. Ganz wichtig ist es auch, den Kindern im Sommer eine Kopfbedeckung für die Pausen mit in die Schule zu geben.“

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