Da zählen weder eine günstige Lage noch ein Faible für niedersächsische Bildungspolitik: Aufs Gymnasium Langen (links) und aufs Kreisgymnasium in Geestemünde können Bremerhavener Schüler des Sekundarstufe I nur in Ausnahmefällen gehen.

Da zählen weder eine günstige Lage noch ein Faible für niedersächsische Bildungspolitik: Aufs Gymnasium Langen (links) und aufs Kreisgymnasium in Geestemünde können Bremerhavener Schüler des Sekundarstufe I nur in Ausnahmefällen gehen.

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Bremerhaven

Kreisgymnasium nur für Schüler aus dem Landkreis

Von nord24
1. Februar 2016 // 19:35

Das Gymnasium Wesermünde liegt mitten in Bremerhaven-Geestemünde. Doch Kinder aus der Nachbarschaft müssen meist draußen bleiben. Denn das "Kreisgy" ist, wie der Name es verrät, in der Regel nur für Schüler aus dem Landkreis Cuxhaven.

Aufnahmeregeln strikter ausgelegt

Früher haben es immer eine Reihe Bremerhavener Schüler der Sekundarstufe I (bis Klasse 9 oder 10) in die Klasse geschafft - der Aufnahmeantrag musste nur gut genug begründet sein. Doch mittlerweile werden die Regeln strikter ausgelegt: "Für die Bewilligung der Anwahl von niedersächsischen Schulen sind uns beim Übergang in die Sekundarstufe I enge Grenzen gesetzt", sagt Bremerhavens Schuldezernent Michael Frost. Nur Härtefälle dürften wechseln - und die seien eine seltene Ausnahme. Beispiel: Kinder aus Familien, die aus dem Cuxland nach Bremerhaven ziehen, dürfen in Ausnahmefällen auf ihrer niedersächsischen Schule bleiben, wenn ein Schulwechsel die persönliche Entwicklung gefährdet.

Schulstadtrat: Eltern haben genug Auswahl

Weder eine günstige geografische Lage noch ein Faible für niedersächsische Bildungspolitik gelten als Grund zur Aufnahme. Im niedersächsischen Umland gebe es nichts, was es in Bremerhaven nicht auch gebe, argumentiert Frost. Eltern, deren Kinder im Sommer in die fünfte Klasse kommen, hätten in Bremerhaven die Wahl zwischen einem Gymnasium, zehn Oberschulen und einer katholischen Privatschule.

Gymnasiale Oberstufe mit Anziehungskraft

Für die Oberstufe (Sekundarstufe II) und die berufsbildenden Schulen sei der „Schüleraustausch“ zwischen den Ländern Bremen und Niedersachsen dank eines Vertrags mit dem Landkreis ungleich einfacher, so Frost. „Unsere gymnasialen Oberstufen und Berufsschulen sind attraktiv – zwischen einem Drittel und der Hälfte der Schüler dort kommen aus dem Landkreis.“

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