Lale-Andersen-Laterne Hinweisschild

Die Laterne, von der auf dem Hinweisschild in der Linzer Straße die Rede ist, steht hier seit Ende Oktober nicht mehr. Foto Ruge

Foto: Archivfoto: Scheiter

Bremerhaven

Lale Andersen: Beim Umzug die Gedenktafel ganz vergessen

Von nord24
8. Dezember 2015 // 16:04

Der Umzug wurde von reichlich Tamtam begleitet. Als die Straßenlaterne zur Erinnerung an die Sängerin Lale Andersen Ende Oktober von der Linzer Straße an die Ecke Lutherstraße/Hafenstraße versetzt wurde, trat sogar Stadttheater-Schauspielerin Carolin Löffler als Lale-Double auf. Doch ein wichtiges Detail wurde damals schlicht und einfach vergessen. Das Hinweisschild hängt noch immer am alten Standort. Das wundert auch Karin Lorenzen. Die 77-Jährige aus Mitte ist ein großer Fan der Sängerin (1905–1972), die mit ihrem Lied „Lili Marleen“ 1939 einen Welthit landete,. „Lale Andersen hat so viel für Bremerhaven getan, die Stadt ist durch sie weltweit bekannt geworden“, sagt sie.

Die Laterne für Lale Andersen ist weg, doch das Schild ist noch da

Zum Andenken an die Sängerin wurde 1981 eine Laterne an der Linzer Straße beim Theodor-Heuss-Platz aufgestellt. Auf Initiative der Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe (ESG) wurde sie Ende Oktober in die Nähe ihres Geburtshauses in der Lutherstraße versetzt. Ein Teil des Andenkens zog jedoch nicht mit um: Das Hinweisschild, das ganz in der Nähe des alten Standorts an einer Hauswand angebracht ist. „Ich gehe fast jeden Tag durch die Linzer Straße und frage mich, warum das Schild noch immer dort hängt“, sagt Karin Lorenzen. Sie schlägt vor, das Schild vor der Laterne als Bodenplatte einzulassen. „Ich weiß, dass Bürokratie langsam ist. Aber so langsam, dass gar nichts passiert?“

Bei der Stadtverwaltung wusste man gar nichts von dem fehlenden Detail

Warum ist das Schild nicht mit umgezogen? Die Suche nach der Antwort ist gar nicht so leicht. Beim Energieversorger SWB heißt es, man habe die Laterne zwar aufgestellt, der Auftrag sei aber von der Stadt gekommen. Und bei der Stadt dauert die Fahndung nach der zuständigen Stelle ein paar Stunden. Das Ergebnis ist durchaus überraschend. Zuständig ist niemand geringerer als Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). „Normalerweise ist mein Referat für Wirtschaft nicht für die Umstellung von Laternen zuständig“, sagt Grantz und gibt dann offen zu, dass man erst durch die Nachfrage der NORDSEE-ZEITUNG darauf aufmerksam geworden sei. „An das Schild in der Linzer Straße hat keiner gedacht.“ Warum das Schild in Vergessenheit geraten ist, kann niemand so genau sagen. Fakt ist allerdings: Es soll nun bald wieder näher an die Laterne heranrücken. „Das wird selbstverständlich noch passieren“, sagt Grantz.

Wann das Schild hängt, steht noch in den Sternen

Geplant war laut Grantz zunächst, das Schild am Geburtshaus von Lale Andersen in der Lutherstraße 3 zu befestigen. Allerdings steht das Geburtshaus in einiger Entfernung zur Laterne. Wer sich nicht auskennt, sieht zwar die Laterne, aber nicht das dazugehörige Schild. Oder er wundert sich, warum auf dem Schild von einer Laterne die Rede ist, die hier gar nicht steht. Wenige Tage später revidiert Ralf Meyer, Leiter des Referats für Wirtschaft, diese Aussage. „Wir möchten das Schild gerne in unmittelbarer Nähe der Laterne anbringen.“ Angepeilt ist das Eckhaus gegenüber der Laterne. Hier habe man bereits den Eigentümer ausfindig gemacht. Ob der dem Plan zustimmt, steht noch in den Sternen. „Ich glaube nicht, dass es vor Weihnachten zum Umzug kommt“, sagt Melf Grantz. Mit "Lili Marleen" landete die Bremerhavenerin Lale Andersen einen Welthit:

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