Es tut sich was bei der JVA in Bremerhaven-Lehe, um Schmugglern das Handwerk zu legen.

Es tut sich was bei der JVA in Bremerhaven-Lehe, um Schmugglern das Handwerk zu legen.

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Lehe: Schmuggelroute in den Knast wird dichtgemacht

Von Susanne Schwan
22. September 2018 // 09:00

Die Familien an der Nordstraße in Bremerhaven-Lehe atmen auf: Endlich sind ihre Kinder sicher vor gefährlichen Funden am Zaun der Justizvollzugsanstalt. Da, wo Mietergärten und Gefängnisbeubau aneinander stoßen, hatten die Lütten beim Spielen immer wieder Tabletten, Spritzen, Handys, Drogen aufgelesen. 

Gärten gerodet

Der gefährliche "Schmuggelpfad", durch den Hintermänner gefährliches Zeug an den Gärten der Anwohner vorbei zur Gefängnismauer gebracht haben, wird jetzt abgedichtet. Die zugewucherten Gärten mit Maschendraht, über den der Transport der Schmuggelware einfach war, sind von der Stäwog gerodet worden.

20.000 Euro in Zaun investiert

Der niedergetrampelte Drahtzaun wird gerade ersetzt: Stäwog und Immobilienbesitzer Jürgen Stindt investieren 20.000 Euro in einen 130 Meter langen, hohen Stahlzaun. Der soll die Gärten der Anwohner absichern.

Justizbehörde baut Feingitter vor die Fenster

Die Justizbehörde hat außerdem die Fenster der JVA, die zu den Gärten zeigen, engmaschig vergittert. Fenstergriffe wurden abmontiert. Mit Stacheldraht wurde das Regenrohr umwickelt, an dem Drogen und anderes herauf- und hinab gelassen worden ist. Eine neue Kamera soll den "Schmuggelpfad" überwachen.  

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