Der Leuchtturm Roter Sand gilt als erstes Offshore-Bauwerk der Welt und muss saniert werden.

Der Leuchtturm Roter Sand gilt als erstes Offshore-Bauwerk der Welt und muss saniert werden.

Foto: picture alliance/dpa

Bremerhaven

Leuchtturm Roter Sand: Förderverein gegen neuen Sockel

29. April 2021 // 16:49

Der Förderverein Leuchtturm Roter Sand sieht anders als ein Gutachten das maritime Denkmal durch den Klimawandel nicht in Gefahr.

Förderverein sieht Leuchtturm nicht in Gefahr

Der Förderverein Leuchtturm Roter Sand sieht anders als ein Gutachten das maritime Denkmal durch den Klimawandel und damit verbundene Extremwellen nicht in Gefahr. „Der Turm ist von Grund auf noch stabil“, teilte der Verein am Donnerstag mit. Durch eine geschätzte Erhöhung des Meeresspiegels bis zum Jahr 2050 um 24 Zentimeter seien die Auswirkungen der Wellen auf den Turm nicht wesentlich höher als heute.

Förderverein lehnt Versetzung ab

Sanierungsvorschläge des Gutachters, die eine Versetzung des 135 Jahre alten Bauwerks auf ein neues Fundament an anderer Stelle vorsehen, lehnt der Förderverein ab. „Wir verkennen nicht, dass viele teure Reparaturen anstehen, aber das sind doch gegenüber einem Versetzen des Sockelneubaus Kosten, die im überschaubaren Rahmen liegen“, heißt es in der Stellungnahme. Nach einer Sanierung werde der Turm auch in 50 Jahren noch stehen.

Starke Korrosionsschäden

Ein von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Auftrag gegebenes Gutachten weist auf starke Korrosionsschäden an der Stahlkonstruktion und die Belastung durch den ansteigenden Meeresspiegel hin. Ein „Gesamtverlust der Standsicherheit“ sei innerhalb des nächsten Jahrhunderts möglich, hatte der Gutachter bei der Präsentation vor zwei Wochen gesagt. DSD-Projektarchitekt Matthias Wagner hatte gesagt, der Turm sei für die heutigen Belastungen „nicht präpariert“. (dpa)

Immer informiert via Messenger
Soll es Freiheiten für Geimpfte geben?
351 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger